Unter dem Titel ” Verantwortung und Rolle der Männer bei der Bekämpfung von FGM”  wird Ibrahim Guèye am 25.08.20 ein Webinar durchführen.

Männer aus den Prävalenzländern haben sowohl eine Verantwortung bei der Durchführung der Beschneidung weiblicher Genitalien als auch eine Rolle bei ihrer Bekämpfung, denn Männer sind Väter der Mädchen, die bedroht sind und Partner der Frauen, die Opfer sind. Außerdem spielen sie traditionell eine große Rolle in allen Entscheidungen, die in den Familien getroffen werden. Ja! Sie können sich sogar erlauben ein Machtwort zu sprechen.

Aus diesen obigen Gründen sollten Männer an vorderster Front bei der Bekämpfung der Beschneidung von Mädchen/Frauen stehen. Männer, die nichts sagen oder behaupten, die Beschneidung weiblicher Genitalien eine Frauenangelegenheit sei, müssen informiert, beraten und mit den Folgen dieses Eingriffs konfrontiert werden.

Auch internationale Organisationen haben verstanden, dass Männer bei FGM/C eine große Rolle spielen sollten:

Deutschlandfunk

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung

Webinar
am Dienstag, 25.08.2020
von 15.00 bis 16.30 Uhr

Die Zugangsinformationen zum Webinar erhalten Sie rechtzeitig vorher.

 

Zur Person:

Ibrahim Guèye ist Gründungsmitglied des Vereins der Senegalesen Jàppoo NRW e.V. Er lebt in Düsseldorf seit 1983, wo er als Wirtschaftsjournalist nach einem Training in der Redaktion der Wirtschaftswoche arbeitet.

 

Er ist auf FGM/C während seines Studiums in Paris gekommen. Ende der 70er Jahre brachten die Gastarbeiter aus dem Osten Senegals und Mali ihre Frauen nach Frankreich. Da der Osten Senegals eine Prävalenzrate von über 90 Prozent aufweist, hatte die französische Ärzteschaft den Verein der Studenten aus Senegal gebeten, ihre Arbeit als Dolmetscher*innen bei der Untersuchung der FGM/C-betroffenen Frauen zu unterstützen.

 

Als Projektleiter von Jàppoo NRW e.V. organisiert Ibrahim Guèye seit über zehn Jahren eine internationalen FGM/C-Konferenz zum 6. Februar, internationaler Tag der Nulltoleranz gegen die Beschneidung weiblicher Genitalien mit dem Ziel ein globales Netzwerk gegen FGM/C zu bilden. Bis jetzt kamen Referent*innen aus Frankreich, Afrika, USA und Irak zu den Veranstaltungen.