Engagement
07.11.2017

Vorgestellt: Zertifizierte Sprach- und IntegrationsmittlerInnen für Düsseldorf und Umgebung

Intermigras – Internationale Migrantinnen e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, gegründet im Februar 2014, von engagierten und zertifizierten Sprach- und IntegrationsmittlerInnen aus verschiedenen Herkunftsländern. Mit unserer Arbeit erleichtern wir die Integration durch Überwindung von Sprachbarrieren und durch Mitgestaltung einer Willkommenskultur in Düsseldorf und Umgebung.

Wir bedienen rund 50 Sprachen und Dialekte aus mehr als 40 Ländern.
Unsere Vermittlung ist unbürokratisch, schnell und kompetent.

Unsere SprachmittlerInnen kommen aus über 20 Städten in NRW. Sie dolmetschen fachspezifisch und zielorientiert, vermitteln kultursensibel in Bedarfsfällen und unterstützen das Fachpersonal von Einrichtungen im Umgang mit fremdsprachigen Menschen. Sie kennen sich in den landesspezifischen Versorgungsstrukturen aus und intervenieren angemessen in Krisensituationen.

Webseite von Intermigras – Internationale Migrantinnen e.V. 

Engagement
06.11.2017

Vorgestellt: Online-Datenbank für Dolmetscher und Übersetzer

Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer hat eine Online-Datenbank für Dolmetscher und Übersetzer eingerichtet:

Sie suchen einen Dolmetscher in Ihrer Nähe? Sie brauchen einen Übersetzer mit einem ganz bestimmten Fachgebiet? In unserer Datenbank stehen die Kontaktdaten von über 7 500 qualifizierten Dolmetschern und Übersetzern für mehr als 80 Sprachen. Durch die entsprechenden Suchkriterien finden Sie schnell einen Experten für die gewünschte Sprache oder das benötigte Fachgebiet.

In der Datenbank können Sie nach Übersetzern oder Dolmetschern suchen. Ein Übersetzer arbeitet mit Texten: Er überträgt sie schriftlich von einer Sprache in die andere. Ein Dolmetscher arbeitet hingegen mit dem gesprochenen Wort: Er überträgt es mündlich von einer Sprache in die andere.

Webseite des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer

Länderinformation
31.10.2017

Nigeria: Vereinbarung zur strafrechtlichen Verfolgung von FGC

Am 31.10.2017 wurde nach einem zweitägigen Workshop über weibliche Genitalbeschneidung im nigerianischen Bundesstaates Ekiti, eine Vereinbarung zur strafrechtlichen Verfolgung von Personen, die FGC praktizieren, unterzeichnet. Weibliche Genitalbeschneidung ist in Nigeria seit 2002 zwar verboten, es gab bisher in Ekiti jedoch noch keinen Zusammenschluss von der nigerianischen Polizei, der Zivilschutzorganisation (NSCDC) und NGO´s, die sich gegen diese Praktik einsetzen. Ekiti ist nach dem Bundesstaat Odun die zweitgrößte Region in Nigeria, in der FGC praktiziert wird.

Weiterlesen: dailytrust

Engagement
20.10.2017

Vorgestellt: Anonymes Mädchenhaus in Düsseldorf eröffnet

Gestern feierte der Verein „ProMädchen“ im Bilker Stadtteilhaus die Eröffnung ihrer anonymen Zufluchtsstätte in der Landeshauptstadt. Mädchen und junge Frauen zwischen zwölf- und 21 Jahren, die von häuslicher Gewalt, Zwangsverheiratung oder Genitalverstümmelung bedroht oder betroffen sind, finden im neuen Düsseldorfer Mädchenhaus Schutz. Der Aufenthaltsort der Zufluchtsstätte bleibt geheim, damit ist sie die zweite Einrichtung ihrer Art in Nordrhein-Westfalen.

Ab dem 1. November eröffnet das Haus und gewährleistet 24-stündige Betreuung durch Sozialpädagoginnen und Erzieherinnen. „Das Personal ist top ausgebildet. Erzieherinnen sind auf Traumata vorbereitet“, versichert Projektkoordinatorin Sarah Pastor.

Weiterlesen: NRZ

Webseite von ProMädchen

Flucht
18.10.2017

UNHCR: Was eine Mutter erlebt, die ihre Tochter vor FGC schützen wollte

In einem Videobeitrag erzählt eine Frau aus der Elfenbeinküste ihre tragische Geschichte. Sie selbst wurde mit sieben Jahren beschnitten und ihre älteste Tochter im Ater von vier Jahren ohne, dass die Mutter es wusste. Nach dem großen Blutverlust wurde ihre Tochter krank und verstab. Sie wollte ihre zweite Tochter vor dieser Gräueltat schützen und floh mit ihren Kindern über die Sahara nach Libyen, um nach Europa gelangen. In Libyen wurde sie gefangen gehalten, mehrfach geschlagen und vergewaltigt. Nach 3 qualvollen Monaten wurden sie zum Sterben in einem Boot auf das offene Meer getrieben. Glücklicherweise konnten sie gefunden und nach Europa gebracht werden. Die Frau ist kein Einzelfall. Jeden Tag werden Frauen und Mädchen in Libyen misshandelt.

Beitrag sehen: UNHCR

 

 

Engagement
12.10.2017

Weltmädchentag 2017

Am 11. Oktober war Weltmädchentag. Anlässlich dazu hat Unicef in einem Blogbeitrag die wichtigsten Fakten zusammengestellt, mit welchen Problemen Mädchen heute noch zu kämpfen haben.

Ein Problem ist weiterhin die weibliche Genitalbeschneidung. Unicef zu Folge sind 63 Millionen Mädchen beschnitten und jedes Jahr sind 3 Millionen Mädchen in der Gefahr, Opfer von weiblicher Genitalbeschneidung zu werden.

Weiterlesen: Unicef

Medien
12.10.2017

Weltmädchentag: “Benachteiligung oft lebensbedrohlich”

Bundesfamilienministerin Katarina Barley sieht im Weltmädchentag einen wichtigen Anlass, um auf die katastrophale Sitation von vielen Mädchen weltweit, aufmerksam zu machen.

“In vielen Ländern haben Mädchen und junge Frauen keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen, werden zwangsverheiratet und in vielerlei Hinsicht daran gehindert, ihre Rechte wahrzunehmen”, so Frau Barley. Ergänzend wiesen die SOS-Kinderdörfer darauf hin, dass die Benachteiligung von Mädchen und jungen Frauen in manchen Ländern oft lebensbedrohlich sind. Vizepräseidentin der SOS-Kinderdörfer, Frau Trauernicht teilte unter anderem mit, dass weibliche Genitalbeschneidung schreckliche Folgen für das gesamte Leben der Mädchen hat.

Weiterlesen: Ärztezeitung

Medien
03.10.2017

Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2017

In Berlin wurden am 28.09.2017 vier Auszeichnungen des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte verliehen. Den Preis International erhielt die Fernsehreporterin, Kadiatou Touré aus Guinea, mit ihrem TV-Beitrag “Weibliche Genitalverstümmlung im Land der Kissi”.

Ulrich Wickert der Stifter und Plan International-Unterstützer ist, betonte die Beutung von Journalisten und ihre Arbeit: “Die Beiträge verdeutlichen, warum es so wichtig ist, dass Journalisten sich für die Umsetzung der Kinderrechte einsetzen. Sie geben uns Informationen, die nötig sind, um die Situation von Mädchen und Jungen zu verbessern.”

Der Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte wird jährlich im Rahmen des Welt-Mädchentages verliehen. In diesem Jahr wurden 98 Medienbeiträge aus 16 Ländern eingereicht. Der Preis für Journalisten ist mit je 6.000 Euro dotiert.

Weiterlesen: Presseportal

Recht
27.09.2017

Passgesetz: Verhinderung von “Ferienbeschneidungen”

Der Bundestag hat mit Drucksache 18/11279 ein wichtiges Gesetz gegen drohende Mädchenbeschneidung verabschiedet: Mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung vom 22.2.2017 wurde das Gesetz zur Förderung des elektronischen Identitätsnachweises auf den Weg gebracht.

Wichtig für uns ist unter Ziele als 3. Punkt eingesetzt:
“zur Verhinderung von Auslandsreisen mit dem Ziel, eine Verstümmelung weiblicher Genitalien (§ 226a des Strafgesetzbuchs) vorzunehmen oder zu veranlassen.”

Dazu schreibt die Bayerische Staatszeitung am 25.8.
Um die sogenannten „Ferienbeschneidungen“ im Ausland zu erschweren, trat am 15. Juli ein neues Passgesetz in Kraft. Vorher konnten in Deutschland lebende Familien in den Ferien in ihre Herkunftsländer reisen, um dort an den Mädchen eine Genitalverstümmelung durchführen zu lassen. Wer jetzt mit Mädchen oder Frauen ins Ausland reisen will, um dort eine Genitalverstümmelung vornehmen zu lassen, dem droht künftig der Entzug des Passes. „Eindeutige Beweise sind hierfür nicht notwendig, allerdings reichen reine Vermutungen und die bloße Möglichkeit nicht aus“, erklärt das Bundesfrauenministerium auf Anfrage der Staatszeitung schwammig. Ob jemals wegen Genitalverstümmelung ein Pass entzogen wird, muss sich noch zeigen. Bisher liegen dem Ministerium dazu keine Zahlen vor.

Den gesamten Gesetzesvorgang inklusive der Bundesrats- und Bundestagsbeschlüsse finden Sie hier.

Medizinische Hintergründe
27.09.2017

Intimchirurgie: Der neue Vulvawahn

Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Schamlippenreduktionen in Deutschland nahezu verdoppelt. Fragwürdig sind nicht nur drohende Wundheilungs- und Empfindungsstörungen, sondern auch die Beweggründe der Frauen, die sich operieren lassen.

Schönheitskorrekturen nehmen weltweit seit Langem zu, allein im vergangenen Jahr gab es bei kosmetischen Eingriffen ein Plus von neun Prozent, das teilte die International Society of Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS) vor wenigen Wochen mit. Der beliebteste Eingriff sind Botox-Injektionen, über 4,6 Millionen gab es davon laut ISAPS in 2016. Bei den Operationen führen Brustvergrößerungen das Feld an, gefolgt von Fettabsaugungen und Augenlidstraffungen – das gilt weltweit wie auch für Deutschland. Der größte neue Trend aber, der die höchsten Wachstumsraten verzeichnet, stammt ursprünglich aus der Pornoindustrie: Die Zahl von kosmetischen Schamlippenreduktionen hat sich laut ISAPS innerhalb von einem Jahr nahezu verdoppelt. Auch in Deutschland legen sich jährlich etwa 4.000 bis 5.000 Frauen für solche Eingriffe unters Messer, das ergaben die letzten Hochrechnungen der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC).

Weiterlesen DocCheck News

01.09.2017

42. Runder Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen

Termin: 13.12.2017 von 14.30 bis 17.00 Uhr

Ort: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Jürgensplatz 1, 40219 Düsseldorf – Raum 101

Schwerpunkt:

Trauma Buster Technique (TBT) – eine Methode zur Auflösung von Stress- und Trauma-Folgesymptomen, vorgestellt von Christa Vieg, Institut für Systemisch-Energetische Psychologie

Bitte unbedingt anmelden, weil wir eine TeilnehmerInnenliste für die Pforte vorlegen müssen. info@kutairi.de

18.08.2017

Infothek: Fachartikel zu gewaltbetroffenen Schwangeren und Müttern mit Flüchtlingsgeschichte

“Gynäkologische Versorgungssituation und -bedarfe von gewaltbetroffenen Schwangeren und Müttern mit Flüchtlingsgeschichte” aus Journal Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW Nr. 40/2017, Seite 42 – 51 PDF-Download

 

10.08.2017

Runder Tisch NRW wendet sich an die BundestagskandidatInnen

In einem Brief wendet sich der Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen an die Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl 2017.

Wir möchten deutlich machen, dass das Schicksal der betroffenen Frauen und der gefährdeten Mädchen viel stärker beachtet werden muss.

Brief an die KandidatInnen zur Bundestagswahl

06.08.2017

Kenia: Teenager entwickeln App gegen Genitalverstümmelung

In Kenia werden viele Frauen, meist noch als Kinder, dazu gezwungen, ihre Genitalien verstümmeln zu lassen. Dabei ist die Prozedur offiziell verboten. Weil der qualvolle und teils lebensgefährliche Eingriff tief als Tradition in der Kultur vieler Regionen verankert ist, scheint das offizielle Verbot, den Betroffenen bisher aber nicht zu helfen. Fünf Kenianerinnen, die alle zwischen 15 und 17 Jahre alt sind, wollen es deshalb jetzt anders versuchen: mithilfe moderner Technik.

Die Mädchen haben eine App entwickelt, die Betroffenen die Prozedur ersparen und damit Leben retten könnte. Durch „iCut“ können Frauen und Mädchen, deren Genitalien verstümmelt werden sollen, die Behörden durch einen Notrufknopf auf ihrem Handy verständigen und so auf schnelle Rettung hoffen. In der Theorie zumindest. Aber auch Frauen, für die diese Hilfe zu spät kommt, soll die App helfen. Sie stellt Informationen über Genitalverstümmelung und die gefährlichen Folgen bereit und zeigt zum Beispiel den nächstliegenden Ort an, an dem Betroffene medizinische Hilfe in Anspruch nehmen können.

Weiterlesen: JETZT.de

02.08.2017

Leverkusen: Beratungsangebote und Unterstützung für traumatisierte geflüchtete Frauen

Zu Beginn des Jahres 2017 lebten in Leverkusen insgesamt ca. 1.400 geflüchtete Menschen, davon fast 40% Frauen.

Frauen auf der Flucht werden häufig Opfer von Partnergewalt, Vergewaltigung, Genitalverstümmelung oder geschlechtsspezifischer Verfolgung. Sexualisierte Gewalt wird zudem in kriegerischen Auseinandersetzungen als systematische Waffe eingesetzt. Auf ihrem Weg nach Deutschland sind die Frauen oft größeren Gefahren ausgesetzt als Männer, und sie haben nicht nur in ihrem Heimatland, sondern auch auf der Flucht zum Teil massive Gewalt erfahren. Aber auch vor Ort in den Unterkünften oder in den eigenen vier Wänden können sie Opfer von häuslicher Gewalt oder von sexuellen Übergriffen werden.

Mit der besonderen Situation dieser Frauen hat sich seit Herbst 2015 der Runde Tisch gegen Gewalt an Frauen Leverkusen, eine Arbeitsgruppe verschiedener kommunaler Beratungseinrichtungen, sozialer Verbände und Vereine, beschäftigt. Daraus resultierend wurde 2016 beim damaligen Landes-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, beantragt, Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, um intensiv an der Verbesserung der Situation der geflüchteten traumatisierten Frauen zu arbeiten, die hier Asyl suchen.

Unterstützt durch die finanzielle Förderung des Landes NRW sind in Leverkusen verschiedene Angebote für geflüchtete Frauen und Mädchen und deren Unterstützerinnen entstanden. Dazu kooperieren verschiedene Institutionen wie die Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt e.V., die Frauenberatungsstelle Leverkusen e.V., die Beratungsstelle der AWO, der Mädchentreff MABUKA und das Frauenbüro der Stadt Leverkusen (Runder Tisch gegen Gewalt gegen Frauen), um sich zu vernetzen und zielgerichtete Beratungsstrukturen aufzubauen.

Weiterlesen: FOCUS

31.07.2017

41. Runder Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen

Das Treffen fand am 30.08.2017 von 14.30 bis 17.00 Uhr im Landtag Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf statt. Die fast 50 TeilnehmerInnen sorgten mit ihren Informationen für ein sehr spannendes, oft auch schockierendes Treffen.

In der Vorstellungsrunde stellten sich zunächst die vielen neuen TeilnehmerInnen vor. Durch die intensive Werbung für das Bildungsportal waren aus den unterschiedlichsten Bereichen ExpertInnen gekommen. Hinzu kamen die neuen Landtagsabgeordneten, die das Treffen auch nutzten, sich im Thema Mädchenbeschneidung zu orientieren.

Schwerpunktthema: “Probleme für Flüchtlingsfrauen bei Schwangerschaft und Geburt”

Auf der Flucht erfahren Frauen und Mädchen oft sexuelle Gewalt. Zu der traumatischen Erfahrung kommt eine ungewollte Schwangerschaft und Geburt, die besondere Anforderungen auch an Hebammen und Krankenhäuser stellt. Hinzu kommen oft noch physische und psychische Probleme, die weibliche Genitalbeschneidung mit sich bringen. Sind die Beteiligten im Gesundheits- und Behördenbereich informiert und sensibilisiert und was kann von uns getan werden?

 

 

Schwerpunkt für den nächsten Runden Tisch NRW :

Trauma Buster Technique (TBT) – eine Methode zur Auflösung von Stress- und Trauma-Folgesymptomen, vorgestellt von Christa Vieg, Institut für Systemisch-Energetische Psychologie
Termin:     13.12.2017 von 14.30 bis 17.00 Uhr

 

27.07.2017

Ägypten: Koptische Kirche startet Kampagne gegen Genitalverstümmelung

Warnschilder in der Nähe von Taufkirchen sollen über die schwerwiegenden körperlichen und seelischen Folgen aufkären.

Die koptisch-orthodoxe Kirche in Ägypten will mit einer Sensibilisierungskampagne gegen weibliche Genitalverstümmelung vorgehen, wie Kathpress am Donnerstag berichtet. Nach Angaben der vatikanischen Nachrichtenagentur “Fides” sollen die Gläubigen über die schwerwiegenden körperlichen und seelischen Folgen dieser Praxis aufgeklärt werden.

Weiterlesen: Der Standard

18.07.2017

TDF: Mehr als 13.000 Mädchen in Deutschland bedroht

In Deutschland sind nach Angaben der Frauenrechtsorganisation “Terre des Femmes” etwa 13.000 Mädchen akut von Genitalverstümmelung bedroht.

Das sind rund 4.000 Kinder mehr als noch vor einem Jahr. Die Organisation begründet dies mit dem Zuzug aus Ländern wie Eritrea, Somalia und dem Irak. Zudem steige die Zahl der Frauen, die Opfer von Genitalverstümmelung wurden. Sie liege bei etwa 58.000.  Quelle Deutschlandradio

Die neue Statistik von TERRE DES FEMMES als PDF zum Herunterladen

 

13.07.2017

Schulministerium empfiehlt Bildungsportal KUTAIRI

Das Schulministerium NRW hat an mehreren Stellen seiner Webseite Schulentwicklung.nrw.de auf uns verwiesen und schreibt:

“Wir halten das Angebot für gelungen, um Lehrkräfte zu diesem sensiblen Thema zu informieren und haben es an mehreren Stellen in unseren Webangeboten verlinkt:

  • Im Online-Unterstützungsportal zum Referenzrahmen Schulqualität (https://www.schulentwicklung.nrw.de/unterstuetzungsportal/)  in den Kriterien 3.1.2 „Der Umgang miteinander ist von gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Unterstützung geprägt“ sowie  3.2.2 „Der Umgang und die Auseinandersetzung mit Werten und Normen regen zur Wertereflexion und zur Auseinandersetzung mit demokratischen, ethischen und sozialen Aspekten an.“
  • Im Webangebot „Gendersensible Bildung und Erziehung“ (https://www.schulentwicklung.nrw.de/q/gendersensible-bildung/)  unter dem Menüpunkt „Unterstützungsangebote“.

Auf diese Weise wird Ihr Angebot interessierten Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften zugänglich gemacht.”

 

12.07.2017

EuropeNews: Die Kausalität von Islam und weiblicher Genitalverstümmelung

Die Online-Zeitung EuropeNews hat einen harschen Artikel über uns und unsere Arbeit veröffentlicht. Lesenswert! Kein Kommentar!

“Düsseldorf 2017. Wer sich in Nordrhein-Westfalen über den Slogan NRW kämpft gegen Mädchenbeschneidung freut oder Runder Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen liest, ist ganz dicht dran am Bildungsportal KUTAIRI und der Beratungsstelle stop mutilation. Über ein üppiges Geflecht von Vereinen arbeitet Günter Haverkamp (Aktion weißes Friedensband usw.) eifrig daran, dass über Genitalverstümmelung (FGM) gar nicht erst geredet wird…” Weiterlesen

Wer sich die Webseite von EuropeNews ansieht, weiß sofort, aus welcher Ecke sie kommt.

10.07.2017

5.391 neue Fälle von FGM in UK. Fake News?

“Der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) in Großbritannien hat zwischen April 2016 und März 2017 5.391 neue Fälle von Genitalverstümmelung registriert. Dies geht aus einem vorgestellten Bericht des NHS hervor, wie britische Medien gestern berichteten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als die Zahlen erstmals erhoben und dabei 5.702 Fälle erfasst wurden, konnte ein leichter Rückgang verzeich­net werden.” Weiterlesen: News Locker aerzteblatt.de

Auf der Webseite von NHS ist von dieser Meldung nichts zu finden und keine seriöse Zeitung berichtet darüber. Also wieder Fake News?

03.07.2017

Kenia: Schule als Refugium gegen Genitalverstümmelung

Als Nomadenkind im Norden Kenias in die Schule zu gehen ist weder einfach noch eine Selbstverständlichkeit. In dem riesigen, aber dünn besiedelten Wüstenlandstrich sind Schulen rar. Weil sich die Familien und ihr Vieh ständig bewegen, sind Internate zudem meist die einzige Chance auf Schulbildung. Eines der wenigen vorhandenen ist eine Mädchenschule in Kalacha, die sich nicht nur als Schule, sondern auch als Refugium gegen Genitalverstümmelung und frühe Ehe sieht. An ihr zeigt sich exemplarisch die große Krise, die derzeit die Zukunft von zahllosen Kindern bedroht. Kalacha hat in den letzten beiden Jahren fast ein Viertel der Schülerinnen verloren. Schuld ist die katastrophale Dürre.

Weiterlesen: ORF.at

24.06.2017

Fachtagung „Weibliche Genitalbeschneidung – Medizinische Versorgung und Prävention“

am Samstag, 08. Juli 2017 – von 09.00 bis 17.00 Uhr –  

im Haus der Ärzteschaft, Düsseldorf.

Veranstaltet wird die Fachtagung von der Ärztekammer Nordrhein, der Diakonie Düsseldorf und dem Verein stop mutilation. Sie richtet sich an Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen – insbesondere Fachärztinnen und Fachärzte für Gynäkologie und Geburtshilfe, für Kinder- und Jugendmedizin, für Urologie und für Psychiatrie und Psychotherapie – sowie an Psychologinnen und Psychologen, Hebammen und Pflegekräfte. Die Veranstaltung ist mit 7 Punkten zertifiziert.

In Deutschland leben schätzungsweise etwa 47.300 betroffene Frauen und Mädchen. Bis zu 5.700 Mädchen sind hierzulande von einer Genitalbeschneidung bedroht. Durch Flucht und Zuwanderung hat sich die Zahl der Betroffenen in Deutschland von Ende 2014 bis Mitte 2016 um fast 30 Prozent erhöht.

Das Thema weibliche Genitalbeschneidung stellt Ärztinnen und Ärzte und Gesundheitspersonal vor neue, große Herausforderungen, vor allem in der gynäkologischen Praxis und Geburtshilfe.

ReferentInnen:

Dr. Christoph Zerm
Markus Rottmann
Dr. Heidemarie Pankow-Culot
Jawahir Cumar

Veranstaltungsort:

Haus der Ärzteschaft
Tersteegenstraße 9
40474 Düsseldorf

Veranstalter / Ansprechpartner:

Ärztekammer Nordrhein
Veronika Maurer
Tel.: 0211/4302-2215
veranstaltungen@aekno.de

 

WDR-Bericht

WDR Beitrag hören

21.06.2017

NRW: Der Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung

Die Absichten der beiden Parteien CDU und FDP für die nächsten Jahre bis 2022 sind im Koalitionsvertrag zu finden. PDF-Dokument

14.06.2017

Schweden: Mindestens 150.000 Frauen genitalverstümmelt – Fake News?

Mindestens 150.000 Frauen und Mädchen, die Opfer von Genitalverstümmelung wurden, leben heute in Schweden. Die meisten von ihnen kommen aus afrikanischen Ländern, wo es Tradition ist, Mädchen noch vor dem fünften Lebensjahr die äußeren Genitalien zu zerstören.

In der Region Stockholm werden nun große Anstrengungen unternommen, um im Schul- und Gesundheitswesen über das kulturelle Tabu-Thema aufzuklären und zu informieren – zumal die Gefahr besteht, dass auch in Schweden geborenen Mädchen die „Female Genital Mutilation“ (FGM) angetan wird.

Zwar ist die Verstümmelung in Schweden verboten. Falls in einer Familie die Tradition jedoch stark ist, wird das Kind einfach im Ursprungsland „operiert“.

Im Jahr 2015 schätzte Schwedens Nationalkomitee für Soziales die Zahl der FGM-Opfer auf 38.000. Nun zeigt eine neue Studie aus allen Ländern Europas, dass diese Zahl stark untertrieben war. Dem Sender SVT liegt die Studie vor. Er sprach von 150.000 FGM-Opfern in Schweden plus Dunkelziffer. Der Anteil von Migrantinnen aus Somalia und Äthiopien ist in Schweden sehr hoch.

Weiterlesen: Epoch Times

Achtung: Bei Wikipedia liest man über Epoch Times:

Die deutsche Epoch Times berichtet ausführlich über die Flüchtlingskrise in Europa ab 2015 und verarbeitet im Vergleich zu anderen nationalen Medien überproportional häufig negative Nachrichten über Migranten, wofür die Zeitung vom Branchendienst Meedia als Teil eines politisch „rechten Paralleluniversums“ bezeichnet wurde.[8] Bereits im Dezember 2015 berichtete Brigitte Baetz im Deutschlandfunk diesbezüglich kritisch über die Epoch Times Deutschland.[9]

Das gleiche wird in der englischsprachigen THE EUROPEAN UNION TIMES beschrieben, über die Rational Wiki schreibt: The European Union Times is a “news” site that presents utter neo-Nazi bollocks. Mehr

Dazu passen die Informationen über eine Schulklasse in Schweden, in der alle 28 Mädchen beschnitten seien. Dazu ein kritischer Bericht.

31.05.2017

Bundestag: Grünes Licht für Istanbul-Konvention

Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Ausschuss

Berlin: (hib/AW) Der Familienausschuss hat der geplanten Ratifizierung der sogenannten Istanbul-Konvention zugestimmt. Der Ausschuss verabschiedete am Mittwoch einstimmig den entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt (18/12037). Alle Fraktionen begrüßten die Ratifizierung der Konvention, die Deutschland am 11. Mai 2011 zusammen mit zwölf weiteren Mitgliedstaaten des Europarates unterzeichnet hatte, ausdrücklich. Bis heute haben insgesamt 43 Staaten das Übereinkommen unterzeichnet und 23 haben es ratifiziert. Linksfraktion und Bündnis 90/Die Grünen bezeichneten die Ratifizierung als überfällig. Es sei “peinlich”, dass Deutschland die Konvention erst als 24. Staat ratifiziere. CDU/CSU und SPD verwiesen darauf, dass die Koalition gründlich gearbeitet habe. So habe man mit der Reform des Sexualstrafrechts und der Verankerung des Grundsatzes “Nein heißt Nein” die nötige rechtliche Voraussetzung für eine Ratifizierung geschaffen.

Die Istanbul-Konvention ist der erste völkerrechtliche Vertrag, dem europäische Staaten beitreten können, mit dem umfassende und spezifische Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen sowie zum Schutz der Opfer formuliert wurden. Sie sieht vor, dass die Gleichstellung der Geschlechter in den Verfassungen und Rechtssystem der Unterzeichnerstaaten verankert werden muss und alle diskriminierenden Vorschriften abzuschaffen sind. Unter anderem sieht sie eine Rechtsberatung, psychologische Betreuung, finanzielle Beratung und den Zugang zu Unterbringungsmöglichkeiten zum Beispiel in Frauenhäusern vor. Zudem verpflichten sich die Vertragsstaaten, gegen alle Formen körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt, gegen Zwangsheirat, Genitalverstümmelung, Zwangsabtreibung und Zwangssterilisation vorzugehen.

Linke und Grüne forderten die Bundesregierung auf, ihren Vorbehalt gegen Artikel 59 der Istanbul-Konvention zurückzuziehen, um geflüchteten oder migrierten Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind oder als Zeuginnen in Strafverfahren aussagen, ein sofortiges eigenständiges Aufenthaltsrecht zu ermöglichen. Die beiden Oppositionsfraktionen bemängelten zudem die nicht ausreichende Finanzierung von Frauenhäusern in Deutschland. Hier müsse sich der Bund stärker engagieren. Union und SPD hielten dagegen, dass die Finanzierung der Frauenhäuser Aufgabe der Länder und Kommen sei. Einen Antrag, in dem die Linksfraktion einen Rechtsanspruch auf sofortige umfassende Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder sowie eine dauerhafte Finanzierung der Frauenhäuser fordert (18/7540), wurde vom Familienausschuss mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen gegen das Votum der Linken und Grünen abgelehnt.

Quelle: HiB 346 vom 31.05.17

24.05.2017

Studie: “All Day Waiting” – Konflikte in Unterkünften für Geflüchtete in NRW

Die vorliegende Studie von bicc, dem Bonn International Center for Conversion, argumentiert, dass ein Großteil von Konflikten in Unterbringungen für Geflüchtete auf strukturelle Ursachen zurückzuführen ist. Hierzu zählen die Funktionsweise des Asylregimes, die Wechselwirkung der physischen Struktur und sozialer Beziehungen im Raum von Unterkünften sowie die bestimmte Form des Unterbringungssystems für Geflüchtete, das als sogenannte totale Institution verstanden werden kann. Andere Konfliktursachen sind wiederum auf der persönlichen Ebene verankert.
Auf der Grundlage einer qualitativen Befragung, die in 33 Unterkünften auf Landes- und Kommunalebene in NRW mit Beteiligung von über 200 Personen durchgeführt wurde, werden hier fünf Typen von Konflikten analysiert: Konflikte auf der individuellen Ebene, Gruppenkonflikte, aggressives Verhalten und Kriminalität, häusliche und sexuelle Gewalt, sowie Konflikte mit Mitarbeitern und zwischen Institutionen.

Download von der bicc-Webseite

22.05.2017

Deutschland: Auch in Hamburg werden kleine Mädchen gequält

Auch in Hamburg sind Fälle von bei Mädchen festgestellt bzw. durch intensive Beratung der Eltern erst im letzten Moment verhindert worden. Das ergibt sich aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei.

Demnach wurde im Bezirk Wandsbek im vergangenen Jahr bei einem acht Jahre alten Mädchen eine bereits im Sudan vorgenommene Genitalverstümmelung diagnostiziert. Im Bezirk Altona gab es drei Fälle “von drohender Genitalverstümmelung an Säuglingen von unter einem Jahr”, in denen die Sorgeberechtigten “durch intensive Beratung des Jugendamts dazu gebracht werden konnten, die Eingriffe nicht durchzuführen”. Im UKE wurden vier Fälle von Verstümmelung dokumentiert. Allgemein wird zudem von einer hohen Dunkelziffer nicht festgestellter Fälle ausgegangen.

Quelle: Hamburger Abendblatt

20.05.2017

Österreich: Naturheiler beschnitt 15-Jährige

Am Donnerstag beschäftigte ein besonders schlimmer Fall das Landesgericht Innsbruck. Ein selbsternannter Naturheiler, der als Energetiker und Heiler im Tiroler Unterland praktizierte, “behandelte” ein 15-jähriges Mädchen, das über starke Schmerzen im Bein-, Becken- und Unterleibsbereich beim Reiten geklagt hatte. Die Jugendliche muss laut einem Bericht der “Tiroler Tageszeitung” mit einer lebenslangen Genitalverstümmelung leben.

Zuerst habe der Mann, der seine Kenntnisse in Asien und auf den Philippinen gesammelt hat, einen Spezialsattel empfohlen. Doch dann sah er das Problem im Unterleib des Mädchens, weshalb er schon vor mehreren Jahren eine teilweise Beschneidung im Genitalbereich durchführte. Gelenkt worden sei das Tun des Heilers von Engelsstimmen, berichtete das Opfer vor Gericht.

Internetportal OE24

18.05.2017

Bundestag: Auflösung von Kinderehen zweischneidig

Recht und Verbraucherschutz/Anhörung

Berlin: (hib/PST) Beim rechtlichen Vorgehen gegen die Verheiratung von Minderjährigen ist es kaum möglich, alles richtig zu machen. Das nahmen Abgeordnete und Zuhörer von einer öffentlichen Anhörung am Mittwoch im Rechtsausschuss mit nach Hause. Gegenstand war ein Gesetzentwurf der Fraktionen CDU/CSU und SPD “zur Bekämpfung von Kinderehen” (18/12086). Mit ihm soll das Ehemündigkeitsalter im deutschen Recht ausnahmslos auf 18 Jahre festgelegt werden. Die bisherige Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen schon mit 16 zu heiraten, wird abgeschafft. Vor Vollendung des 16. Lebensjahres geschlossene Ehen sollen mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes unwirksam werden. Das soll auch für nach ausländischem Recht wirksam geschlossene Ehen gelten. Im Alter von 16 oder 17 Jahren geschlossene Ehen sollen nicht nur wie nach geltendem Recht aufgehoben werden können, sondern in der Regel aufgehoben werden müssen. Hier soll, im Gegensatz zur Nichtigkeitserklärung bei noch jüngerer Heirat, die Letztentscheidung bei einem Gericht liegen.

Dominik Bär vom Deutschen Institut für Menschenrechte schickte seiner Stellungnahme die Bemerkung voraus, dass sich seine Organisation für ein weltweites Mindest-Ehealter von 18 Jahren ausspreche. Gleichwohl kam er zu der Feststellung, dass der vorliegende Gesetzentwurf “nicht im Einklang mit der UN-Kinderrechts-Konvention” stehe. Denn diese verlange eine individuelle Prüfung in jedem Fall, ob die Auflösung tatsächlich dem Kindeswohl diene. Bei der pauschalen Nichtigkeitserklärung sei dies nicht möglich. Aber auch bei den mit 16 oder 17 geschlossenen Ehen sei die vorgesehene Härtefall-Klausel zu eng und damit der Entscheidungsspielraum für Gerichte zu stark beschränkt.

Brigitte Meyer-Wehage vom Deutschen Juristinnenbund wies darauf hin, dass in der Diskussion Kinderehen häufig mit Zwangsehen gleichgesetzt würde. Für letztere gebe es aber seit 2011 eine gesetzliche Regelung. Meyer-Wehe kritisierte neben einigen Aspekten des Gesetzentwurfs auch den Zeitpunkt seiner Einbringung. Denn beim Bundesgerichtshof sei ein Verfahren im Zusammenhang mit Minderjährigen-Ehen anhängig, dessen Ausgang besser abgewartet werden solle.

Vehement für die Nichtigkeitslösung sprach sich Monika Michell aus, die sich für die Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes um betroffene Mädchen kümmert. Da diese oft unter starkem Druck ihrer Familie stünden und nicht mit ihr brechen wollten, würden sie vor Gericht “mit aller Überzeugungskraft” beteuern, freiwillig geheiratet zu haben, auch wenn dies tatsächlich gegen ihren Willen geschehen sei. Michell plädierte dafür, Kinderehen generell als Indiz für Kindeswohlgefährdung zu werten und zu verbieten. Wenn die Mädchen wollten, könnten sie dann mit 18 erneut heiraten.

Ganz anders positionierte sich der Heidelberger Rechtsprofessor Thomas Pfeiffer. Die Lebenswirklichkeit sei “sehr vielgestaltig”, weshalb es sich verbiete, “alle Verbindungen über einen Kamm zu scheren”. Mit der Unwirksamkeit der unter 16 geschlossenen Ehen und der Auflösung der meisten unter 18 geschlossenen werde zudem “das Wohl der aus der Verbindung hervorgegangenen Kinder” missachtet. Pfeiffer verwies darauf, dass sich Deutschland mit der Genfer Flüchtlingskonention verpflichtet habe, alle in der Heimat geschlossenen Ehen anzuerkennen.

Gegen eine “Per-Se-Nichtigkeitserklärung” sprach sich auch Meike Riebau von der Kinderhilfsorganisation Save the Children aus. Diese sei unverhältnismäßig und verstoße gegen die Kinderrechts-Konvention. Auch für mit unter 16 Jahren Verheiratete sei ein “individualsiertes Aufhebungsverfahren” angebracht. Immerhin werde in Sorgerechts-Verfahren sogar dreijährigen Kindern eine Mitsprache eingeräumt.

Auch Wolfgang Schwackenberg vom Deutschen Anwaltverein wandte sich dagegen, “grundsätzlich 16-Jährigen abzusprechen, dass sie zu einer freien Entscheidung fähig sind”. Auch mahnte er, Respekt vor anderen Rechtsordnungen zu wahren und nicht im Ausland gültig geschlossene Ehen pauschal zu annullieren. Schwackenberg warnte vor Problemen, die eine Nichtigkeitserklärung beim Erbrecht und der Versorgung der betroffenen Frauen, aber auch beispielsweise für die gemeinsamen Kinder mit sich bringen werde.

Das Vertrauen mancher anderer Sachverständiger in die sachgerechte Entscheidung von Familiengerichten vermochte die türkischstämmige, für den Kinderschutzbund Augsburg tätige Anwältin Nazan Simsek nicht zu teilen. Vor allem für zugewanderte Frauen und Mädchen sei es oftmals gar nicht möglich, bestehende Rechte in Deutschland wahrzunehmen, da ihnen dazu das sprachliche und kulturelle Verständnis fehle. Auf der anderen Seite seien die Voraussetzungen, “den Willen der Kinder zu erfassen, in den Familiengerichten wenig gegeben”. “Nur diese Lösung bietet Schutz”, sagte Simsek zu den Nichtigkeitserklärungen. “Diese Kinder gehören nicht ins Ehebett, sondern auf die Schulbank.”

Der Heidelberger Rechtsprofessor Marc-Philipp Weller bewertete die Nichtigkeitslösung zwar als rechtlich zulässig, vertrat aber die Ansicht, dass deren Ziel durch eine Aufhebungs-Lösung ebenfalls zu erreichen sei. Die Rechte der Betroffenen ließen sich dadurch sogar besser wahren, da auf individuelle Besonderheiten eingegangen werden könne. Weller plädierte durchaus für eine “Soll-Lösung”, in der die Auflösung der Ehe das Ziel ist, “aber mit Elastizität”.

18.05.2017

Bundestag: Bekämpfung von Kinderehen

Recht und Verbraucherschutz/Gesetzentwurf

Berlin: (hib/PST) Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Kinderehen (18/12377) im Bundestag eingebracht. Er ist wortgleich mit einem Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen (18/12086), den der Bundestag bereits am 28. April in erster Lesung beraten und am 17. Mai in einer öffentlichen Anhörung des Rechtsausschusses unter die Lupe genommen hatte. Die Bundesregierung hatte ihren Gesetzentwurf unterdessen den Bestimmungen des Grundgesetzes entsprechend zunächst dem Bundesrat zugeleitet, der am 12. Mai eine Stellungnahme hierzu beschlossen hat. Diese sowie ihre Gegenäußerung hat die Bundesregierung nun beim Bundestag eingereicht.

Nach dem Gesetzentwurf soll das Ehemündigkeitsalter im deutschen Recht ausnahmslos auf 18 Jahre festgelegt werden. Die bisherige Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen schon mit 16 zu heiraten, wird abgeschafft. Vor Vollendung des 16. Lebensjahres geschlossene Ehen sollen mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes unwirksam werden. Das soll auch für nach ausländischem Recht wirksam geschlossene Ehen gelten. Im Alter von 16 oder 17 Jahren geschlossene Ehen sollen nicht nur wie nach geltendem Recht aufgehoben werden können, sondern in der Regel aufgehoben werden müssen. Über Letzteres soll, anders als bei der Nichtigkeitserklärung noch jünger geschlossener Ehen, ein Gericht entscheiden.

In seiner Stellungnahme äußert der Bundesrat den Wunsch, die Härtefallregelung, nach der von der Aufhebung mit 16 oder 17 geschlossener Ehen abgesehen werden kann, weiter zu fassen. Die Aufhebung solle “nicht nur bei extremen Ausnahmefällen wie beispielsweise einer krankheitsbedingten Suizidgefahr” unterbleiben können, vielmehr sollten “weitere besondere soziale und psychologische Belange der betroffenen Minderjährigen sowie insgesamt das Wohl des Kindes ebenfalls Berücksichtigung finden können”.

In ihrer Gegenäußerung lehnt die Bundesregierung eine solche Änderung ab. Sie schreibt: “Eine Ausweitung der Härteklausel gegebenenfalls bis hin zu einer allgemeinen Kindeswohlprüfung im Einzelfall stünde nicht im Einklang mit dem Ziel des Gesetzentwurfs der Bundesregierung, Rechtsklarheit zu schaffen.”

Quelle: HiB 18.5.17

17.05.2017

Indonesien: Genitalverstümmelung weit verbreitet

Auf der indonesischen Insel Sulawesi und andernorts im Land ist die Beschneidung von Mädchen eine Tradition. Zum einen hat das Ritual religiöse Hintergründe, zum anderen soll damit die sexuelle Lust vermindert werden.

Video: Der Tagesspiegel

17.05.2017

Schweiz: Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung

Diese Web-Plattform des Netzwerks gegen Mädchenbeschneidung Schweiz bietet Informationen, praktische Hilfestellungen und Tipps sowie Vernetzung und Beratung.

Webseite des Netzwerks

16.05.2017

Schweiz: Internet-Plattform zu Genitalbeschneidung

Zürich, 16.5.17 (kath.ch) Den Alptraum Genitalbeschneidung gibt es auch in der Schweiz: Rund 14’700 Mädchen und Frauen sind davon betroffen. Um sie zu unterstützen, gibt es erstmals eine Internet-Plattform für Opfer in der Schweiz.

Auf der Website können sich sowohl betroffene wie auch gefährdete Mädchen und Frauen sowie ihre Familien zu Auswirkungen der Genitalbeschneidung informieren. Auch Fachpersonen können Informationen finden.

Plattform gegen Mädchenbeschneidungen lanciert

12.05.2017

UN-WOMEN-Studie „International Men and Gender Equality Survey – Middle East and North Africa (IMAGES MENA)

Die UN-WOMEN-Studie „International Men and Gender Equality Survey – Middle East and North Africa (IMAGES MENA) beinhaltet quantitative wie qualitative Interviews mit Frauen und Männern von 18 bis 59 Jahren in Ägypten, im Libanon, Marokko und Palästina. In einzelnen Ländern wurden spezielle Frage­stellungen untersucht, so (2016) in Ägypten die weibliche Genital­verstümmelung. 92 Prozent der Frauen sind dort genital verstümmelt – sei es weil die Tradition oder die Religion es verlangen würden.

In der Veröffentlichung „Understanding Masculinities“ wird untersucht, was es bedeutet, heute ein Mann in Ägypten, Libanon, Marokko und Palästina zu sein. Es geht um die Erforschung der Schlüssel­probleme zu Hause und am Arbeitsplatz, im öffentlichen und privaten Leben. Die Ergebnisse konfrontieren viele der Stereotypen, die häufig mit Männern in der Region verbunden sind.

Zu den Ergebnissen der Forschung in Ägypten zu Fragen der weiblichen Genital­verstümmelung heißt es (nachfolgend als Übersetzung):

„Die Unterstützung der weiblichen Beschneidung ist bei Frauen und Männern gleich. Eine über­wältigende Mehrheit der Frauen in der Stichprobe, 92 Prozent, berichteten, dass sie beschnitten wurden, was im Einklang mit anderen nationalen Erhebungen steht.

Forschungsgruppe Weltanschauungen Deutschland

04.05.2017

Griechenland: Höchstes Gericht startet Voruntersuchung gegen FGC

Das griechische Höchstgericht, der Areopag, hat den Auftrag gegeben, eine Voruntersuchung wegen des Verdachts auf mögliche weibliche Genitalverstümmelung in Griechenland durchzuführen. Vorangegangen ist eine Reportage der Zeitung „Proto Thema“. Demnach sollen angeblich in Athen als auch in einigen Flüchtlingslagern Genitalverstümmelung an Mädchen bzw. jungen Frauen vorgenommen werden. Opfer seien nicht nur Menschen aus Afrika, sondern auch aus Pakistan und Indonesien.

Quelle: Griechenland-Zeitung

Hintergrund:

EIGE-Bericht zu Griechenland

2014 Greek-Reporter

28.04.2017

Roland-Berger-Stiftung verleiht Preis für die Menschenwürde

Großer Preis für Kinderrechte: Die Roland-Berger-Stiftung verleiht den Preis für die Menschenwürde in diesem Jahr an Projekte und Personen, die sich weltweit besonders für benachteiligte Jungen und Mädchen einsetzen. Unter den drei Preisträgern sind gleich zwei, die sich intensiv gegen Mädchenbeschneidung einsetzen:

Der deutsch-irakische Verein „Wadi“ betreibt Frauenzentren, kämpft gegen Ehrenmorde, Genitalverstümmelung und häusliche Gewalt und leistet Nothilfe für jesidische Opfer von ISIS-Terroristen.

Kinderrechtlerin Ann-Marie Caulker betreibt in Sierra Leone Schulen für Mädchen und Frauen, die aus Prostitution befreit oder von ihren Familien verstoßen wurden, weil sie sich gegen die Genitalverstümmelung gewehrt haben. Ann-Marie Caulker wurde selbst als sechsjähriges Mädchen genitalverstümmelt.
Mehr: BILDSPIEGELLandesseite Rheinland Pfalz

27.04.2017

Bundestag: Ratifizierung der Istanbul-Konvention

Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Gesetzentwurf

Berlin: (hib/AW) Sechs Jahre nach ihrer Unterzeichnung durch Deutschland soll die sogenannte Istanbul-Konvention ratifiziert werden. Dies sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung (18/12037) zum Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt vor. Die Istanbul-Konvention ist der erste völkerrechtliche Vertrag, dem europäische Staaten beitreten können, mit dem umfassende und spezifische Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen sowie zum Schutz der Opfer formuliert wurden. Sie sieht vor, dass die Gleichstellung der Geschlechter in den Verfassungen und Rechtssystemen der Unterzeichnerstaaten verankert werden muss und alle diskriminierenden Vorschriften abzuschaffen sind. Die einzelnen Maßnahmen sehen für Opfer unter anderem eine Rechtsberatung, psychologische Betreuung, finanzielle Beratung und den Zugang zu Unterbringungsmöglichkeiten zum Beispiel in Frauenhäusern vor. Zudem verpflichten sich die Vertragsstaaten, gegen alle Formen körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt, gegen Zwangsheirat, Genitalverstümmelung, Zwangsabtreibung und Zwangssterilisation vorzugehen.

Die Konvention wurde am 11. Mai 2011 in Istanbul von 13 Mitgliedstaaten des Europarates unterzeichnet. Bis heute haben insgesamt 43 Staaten das Abkommen unterzeichnet und 22 ratifiziert.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 277 vom 27.4.2017

26.04.2017

NRW: GESINE-Netzwerk Gesundheit hilft Frauen nach Gewalt

Das Netzwerk greift jeweils ein Thema heraus, damit sich die Teilnehmerinnen gegenseitig fortbilden und Möglichkeiten der Kooperation ausloten können. Die nächste Zusammenkunft ist am heutigen Mittwoch, 26. April, von 15 bis 17 Uhr bei der Frauenberatung EN in der Augustastraße 47 in Witten.

Dann geht es um den Schwerpunkt Female Genital Mutilation, also um weibliche Genitalverstümmelung.

Anwesend sein werden der Herdecker Frauenarzt Dr. Christoph Zerm, der weit über den EN-Kreis hinaus aktiv ist in der Bekämpfung dieser frauenfeindlichen und gesundheitlich extrem schädlichen Praxis, sowie Margarete Kummer und Regine Bredehöft vom Runden Tisch EN. Gemeinsam will die Gruppe diskutieren, wie betroffene Frauen oder auch Mädchen, denen eine Genitalverstümmelung drohen könnte, eine angemessene Unterstützung erhalten können.

Weiterlesen: WESTFALENPOST

14.04.2017

USA: Ärztin wegen Genitalverstümmelung angeklagt

Eine Ärztin aus Detroit in den USA ist wegen Genitalverstümmelung bei mindestens zwei Mädchen angeklagt worden. Es ist Medienberichten zufolge der erste Fall, der in den Vereinigten Staaten juristisch verfolgt wird. Die Staatsanwaltschaft geht laut New York Times davon aus, dass die Ärztin nicht nur zwei, sondern zwischen 2005 und 2007 noch weitere Mädchen beschnitten haben könnte. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung sei die Medizinerin am Mittwoch verhaftet und zu den Vorwürfen befragt worden. Die Ärztin streitet alle Vorwürfe ab. Sollte sie der Taten überführt werden, droht ihr eine lebenslange Haftstrafe. Seit 1996 ist die Beschneidung von Mädchen in den USA verboten.

Deutschlandfunk

Humanistischer Pressedienst

12.04.2017

Comic: “Voices from the Cutting Season”

Marc Ellison über Journalismus als Comicstrip – In “Safe House” lässt er “Voices from the Cutting Season” in Tansania bildlich zu Wort kommen. Mit Illustrator Daniel Lafrance macht er auf die illegalen, lebensgefährlichen Beschneidungen hunderter Mädchen aufmerksam. Sein Comic wird dort inzwischen als Aufklärungsmaterial verwendet.
Standard.at

05.04.2017

NRW-Landeskoordinierungsstelle „Frauen und Flucht“

Interessant für unsere Arbeit beim Runden Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen: Seit dem 1.3.2017 ist eine NRW-Landeskoordinierungsstelle „Frauen und Flucht“ eingerichtet.

Die Koordinierungsstelle “Frauen und Flucht” soll als Unterstützung und Ansprechpartnerin für den Arbeitsbereich „Frauen und Flucht” für die Gleichstellungsbeauftragten in NRW fungieren.

Aufgabenfelder der Koordinierungsstelle liegen u. a.
•    in der Wissensvermittlung (Islam, Stellung der Frau im Islam und in ihren Herkunftsländern etc.),
•    in der Sammlung, Aufbereitung und Zurverfügungstellung von Informationen zu Maßnahmen, Projekten, Aktivitäten,
•    im Erkennen von Problemlagen, Handlungsbedarfen und in der Erstellung von Handlungsorientierungen,
•    als Vernetzungsstelle der verschiedenen Akteurinnen und Akteure auf Landesebene,
•    in der Organisation von Workshops, Tagungen etc.

NRW-Landeskoordinierungsstelle „Frauen und Flucht“
c/o Gleichstellungsstelle Stadt Mülheim
Hans-Böckler-Platz 5
45468 Mülheim an der Ruhr
Email: frauenundflucht@frauenbueros-nrw.de
www.frauenbueros-nrw.de

05.04.2017

Schweiz: Runder Tisch Mädchenbeschneidung und Kindesschutz

Zürich, 4. April 2017 – Bereits zum dreizehnten Mal seit seiner Einführung im Jahr 2007 fand heute Morgen der Runde Tisch zum Thema «Mädchenbeschneidung und Kindesschutz» statt. Im Fokus standen zum einen die aktuellen Migrationsströme und deren Bedeutung in Bezug auf die Mädchenbeschneidung in Europa. Zum anderen wurde ein digitaler Präventionsansatz vorgestellt. Mehr: UNICEF Schweiz

 

01.04.2017

Kinderehen verbieten

Kindeswohl und Minderjährigenschutz müssen Regelung zum Verbot von Kinderehen leiten. Entschließungsantrag zum Antrag der Fraktion der FDP „Kinder und Jugendliche schützen – Kinderehen wirksam verhindern“ (Drs. 16/12848) Kindeswohl und Minderjährigenschutz müssen Regelung zum Verbot von Kinderehen leiten Drucksache 16/14607 (Neudruck) Urheber: SPD, CDU, GRÜNE, FDP, PIRATE. Der Antrag

30.03.2017

Gewaltschutzkonzept für Flüchtlingseinrichtungen

30.03.2017 – Land legt Gewaltschutzkonzept für Flüchtlingseinrichtungen vor – Innenminister Jäger: Gute Unterbringung bedeutet, den Alltag in einer Ausnahmesituation zu ermöglichen

Die NRW-Landesregierung setzt ein klares Zeichen gegen Gewalt in den Landeseinrichtungen für Flüchtlinge. Mit dem neuen Landesgewaltschutzkonzept sollen Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal in den Einrichtungen noch besser vor Übergriffen geschützt werden. „Das Konzept wirkt wie ein Erlass, der ständig weiterentwickelt und veränderten Bedingungen angepasst werden kann“, sagte Innenminister Ralf Jäger.

Staat und Gesellschaft haben bei der Aufnahme und Unterbringung von Schutzsuchenden außergewöhnliches geleistet. „Es geht bei der Unterbringung darum, Menschen, die sich in einer Ausnahmesituation befinden, ein Stück Alltag und Normalität zu ermöglichen“, erläuterte Jäger. „Viele Geflohene sind traumatisiert. Das Leben in den Einrichtungen kann zu Konflikten führen“, so der Minister. Das Konzept verbinde vorbeugende und vermittelnde Elemente, um solche Konflikte möglichst zu vermeiden.

Erarbeitet wurde Landesgewaltschutzkonzept in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport sowie unter Beteiligung von Nichtregierungsorganisationen aus dem Bereich der Flüchtlingshilfe, der Frauen- und Mädchenhilfeinfrastruktur, der Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW sowie der Kinder- und Jugendhilfe.

Es wird von allen Zentralen Unterbringungseinrichtungen umgesetzt und gilt auch für die Betreuungs- und Sicherheitsdienstleister. Für die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes gilt der Maßstab des LGSK entsprechend.

„Das Konzept gibt den Praktikern verbindliche und konkrete Leitlinien an die Hand“, so der Minister.

Und nicht etwa eins zu eins auf jede Landeseinrichtung übertragen, sondern passgenau auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort abgestimmt. „Diese Flexibilität ermöglicht es den Einrichtungen, bedarfsgerecht und effizient zu arbeiten“, erläuterte Jäger. Die Umsetzung vor Ort unterliegt einem ständigen Prozess der Qualitätsentwicklung und -überprüfung.

Quelle: Mail des Ministerium für Inneres und Kommunales vom 30.3.2017

29.03.2017

Information: “Weibliche Genitalverstümmelung – Aufklärung, Prävention und Umgang mit Betroffenen”.

TERRE DES FEMMES

Informationsbroschüre “Weibliche Genitalverstümmelung – Aufklärung, Prävention und Umgang mit Betroffenen”. 68 Seiten, Format: DIN A4

Diese Informationsbroschüre vermittelt umfassendes Grundlagenwissen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung als auch speziell grundlegendes Fachwissen für unterschiedliche Berufsgruppen, die in Kontakt mit Gefährdeten und Betroffenen kommen. Die Broschüre bietet Empfehlungen zum Umgang mit Betroffenen, zur Prävention sowie zur Thematisierung des Themas allgemein, zum Beispiel an Schulen. Zudem enthält die Broschüre eine Sammlung weiterführender Verweise (u. a. Literatur und Filme) sowie eine deutschlandweite Liste mit AnsprechpartnerInnen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung. Mehr

29.03.2017

Start des Bildungsportals KUTAIRI

Die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter Barbara Steffens hat mit ihrer Presseerklärung vom 29.3.2017 das Bildungsportal KUTAIRI online gehen lassen. Ein halbes Jahr haben wir intensiv an diesem Projekt gearbeitet. Finanziell ermöglicht hat das Projekt MGEPA.

Webseite Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter

29.03.2017 Presseerklärung MGEPA zum Start des Bildungsportals

 

Das Medienecho:

30.3.17 WAZ Mehr Frauen als Opfer von Beschneidung

30.3.17 Ärzteblatt Internetportal soll Opfer von Genitalverstümmelung unterstützen

18.04.17 Paritätischer Wohlfahrtsverband Internetportal informiert und sensibilisiert

29.03.2017

Düsseldorfer Jugendamt erlaubt 15-Jähriger die Ehe

Beim letzten Runden Tisch Düsseldorf gegen Beschneidung von Mädchen diskutierten wir auch über Kinderehen. Hier ein Beitrag dazu:

In Düsseldorf darf eine 15-Jährige bei ihrem Ehemann bleiben. Das berichtet „RP Online“. Das geflüchtete Mädchen aus Syrien hatte mit 14 ihren heute 19-jährigen Mann geheiratet. Sie hat auch ein Kind von dem Mann bekommen.

„Weil die Verbindung zu dem 19-Jährigen freiwillig und aus Liebe geschlossen wurde. Weil das Baby vom Vater getrennt würde und die Vaterschaft noch einmal neu anerkannt werden müsste. Und weil wir uns immer am Wohl der 15-Jährigen orientieren“, sagte Matthias Ditges vom Düsseldorfer Jugendamt im Gleichstellungsausschuss der Stadt.

Weiterlesen: WAZ Der Westen 29.3.17

28.03.2017

Oumoh (4) Herzergreifendes Wiedersehen nach fünf Monaten

Schreckliche Dinge wären mit Oumoh passiert, wenn ihre Mutter sich nicht für die Flucht entschieden hätte. Dinge, die für uns kaum vorstellbar sind. Dem kleinen Mädchen wollte man die Genitalien verstümmeln. Die Frauen, so heißt es, seien dann “reiner” und “schöner”. In Wirklichkeit geht es vor allem darum, ihren Sexualtrieb zu beschneiden und ihnen das Lustempfinden zu rauben. Damit sie keinen anderen Mann anschauen, als denjenigen, den die Familie für sie ausgewählt hat. Damit es für sie keine guten oder schlechten Liebhaber geben kann. Dabei ist Oumoh gerademal vier Jahre alt.

Weiterlesen: RTL NEXT 28.3.17 und STERN 28.3.17

24.03.2017

„Viele sind körperlich stark mitgenommen“ – Gefälligkeitsgutachten für Abschiebungen

Hans Wolfgang Gierlichs (73) ist Arzt für Innere Medizin, Psychiater und Psychoanalytiker in Aachen und beklagt in einem Interview, dass viele ÄrztInnen Gefälligkeitsgutachten erstellen, die die Abschiebungen erleichtern. “Das ist nicht ungewöhnlich, ich kenne in NRW einige Ärzte, die sich geradezu darauf eingeschossen haben, solche Gutachten zu machen. Aber selbst die eher zynisch handelnden Kollegen sichern sich inzwischen ab, machen umfangreiche Tests mit vielen Fragen. Sie bemühen sich, einen wissenschaftlichen Eindruck zu hinterlassen.” Weiterlesen: Frankfurter Rundschau, 24.03.2017

22.03.2017

UNICEF-Studie zu Situation von Flüchtlingskindern

Die Mädchen und Jungen leben dort – teils unter unzureichenden hygienischen Bedingungen – mit vielen fremden Menschen auf engem Raum und haben kaum Privatsphäre. Sie haben oft keine Ruhe zum Spielen und Lernen und sind nicht ausreichend vor Übergriffen geschützt. Je nachdem, wo in Deutschland sie untergebracht sind und wie lange die Kinder in Erstaufnahmeeinrichtungen bleiben, ist ihr Zugang zu Kindergärten oder Schulen eingeschränkt. Eine zunehmend unterschiedliche Behandlung der geflüchteten Mädchen und Jungen zeichnet sich auch je nach Herkunftsland und damit verbundener Bleibeperspektive ab. Diese Situation dokumentiert die neue Studie, die durch den Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. im Auftrag von UNICEF Deutschland erstellt wurde.

Weiterlesen UNICEF

16.03.2017

Ärztezeitung: Kulturwandel durch behutsame Aufklärung

“Wir müssen als Staat und Zivilgesellschaft alles Erdenkliche tun, um das furchtbare Verbrechen, das weltweit tausendfach begangen wird, zu verhindern”, warb Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek erst im Februar für mehr Aufklärung, Prävention und Strafverfolgung. Er tat dies gemeinsam mit der Organisation Terre des Femmes unter dem Schlagwort “Genitalverstümmelung”. Liest man Schilderungen von Beschneidungen, liegt der Begriff “Verstümmelung” tatsächlich nahe. Auch die WHO verwendet ihn (female genital mutilation).

Ärzte in Deutschland und auch aus den Herkunftsländern gehen differenzierter vor und beziehen die betroffenen Mädchen und Frauen sowie die Kulturen, aus denen sie kommen, in die Begrifflichkeit ein. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe zum Beispiel weist in ihren Empfehlungen zum Umgang mit beschnittenen Patientinnen ausdrücklich darauf hin, dass es die Frauen seelisch verletzen kann, spricht der Arzt von Verstümmelung. Auch die Deutsche Gesellschaft für Pflegeberufe rät zu einer sanften Ansprache.

Die BÄK diskutiert das Thema derzeit im Zuge der Novellierung der Musterweiterbildungsordnung. Ob medizinische Fakultäten in Deutschland die Beschneidung schon in den Lehrplänen stehen haben, ist beim Fakultätentag nicht bekannt. Die Vertreter der Gesundheitsberufe haben gleichwohl erkannt, dass die Frage der Perspektive sehr wohl eine Rolle spielen kann. Motto: Ein Amputierter sieht sich genauso wenig als Krüppel wie ein uneheliches Kind als Bastard. Das sind in anderen Zeiten geprägte Stereotypen, die längst überwunden sein sollten.

Fana Asefaw ist Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und-psychotherapie. Sie stammt aus Eritrea, hat an der Berliner FU über weibliche Beschneidung promoviert und wirbt für eine kultursensible Betrachtung des Themas, für einen Blick, der die Würde der betroffenen Frauen bewahrt. Um die Praxis der Beschneidung aus der Welt zu schaffen, sei unabdingbar, sich mit den Werten, die symbolisch für die weibliche Genitalbeschneidung stehen, auseinanderzusetzen – ohne dabei die schwer wiegenden Folgen für die betroffenen Frauen zu vernachlässigen, schreibt die entschiedene Gegnerin der Beschneidung in ihrer Dissertation. In den Gesellschaften, wo sie praktiziert werde, stifte die Beschneidung Identität und werde damit trotz gesundheitlicher Komplikationen in Kauf genommen, sagte Asefaw dem Züricher “Tagesspiegel”.

Ganzer Artikel: Ärztezeitung 15.03.2017

16.03.2017

Somaliland: Der Kampf gegen das grausame Ritual hat begonnen

Somaliland ist ein muslimisches Land. Der Islam bestimmt den Alltag. Die Rückkehrer aus Europa und Nordamerika sind jedoch nicht so sehr von den Traditionen im Land geprägt. Das wird besonders deutlich bei einem weltweit beachteten Thema – der weiblichen Genitalverstümmelung. Am Horn von Afrika ist davon eigentlich jede Frau betroffen. Die schlimmste Form der Genitalverstümmelung, der Typ 3, die Infibulation oder auch pharaonische Beschneidung, ist weit verbreitet. Typ 3 bedeutet, die Klitoris und die inneren und äußeren Schamlippen werden entfernt, danach alles zusammengenäht, damit nur eine klitzekleine Öffnung für den Urinfluss und die Menstruation bleibt. Mehr lesen und hören: Deutschlandradio Kultur und ARD Mediathek

13.03.2017

Wichtige Entschließung des EU vom 14.02.2017

Entschließung des Europäischen Parlaments vom 14. Februar 2017 zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter in den Bereichen psychische Gesundheit und klinische Forschung

17.  äußert ernsthafte Bedenken in Bezug auf die psychische Gesundheitsversorgung und entsprechenden Einrichtungen für weibliche Flüchtlinge in Europa, insbesondere für jene unter ihnen, die in Mitgliedstaaten der EU unter provisorischen Bedingungen leben; betont, dass die Inhaftierung von Flüchtlingen und Asylbewerbern ohne eine wirksame und effiziente Bearbeitung ihrer Asylanträge eine Verletzung des Völkerrechts darstellt und negative Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit und ihr Wohlbefinden hat; fordert die Mitgliedstaaten auf, sich in Abschiebungshaft befindliche Asylbewerberinnen zu schützen, und betont, dass diesen Frauen sofortiger Schutz gewährt werden muss, was auch eine Beendigung der Haft, eine Beschleunigung der Umsiedlung sowie eine Förderung von Unterstützung und Beratung umfasst; fordert die Mitgliedstaaten auf, die Gesundheitspolitik von der Einwanderungskontrolle zu entkoppeln, indem sie Zugang zu medizinischer Grundversorgung gewähren und medizinische Fachkräfte nicht dazu verpflichten, Migranten ohne Ausweispapiere zu melden; fordert die Mitgliedstaaten ferner auf, den von WHO/Europa, UNHCR und IOM erstellten Leitfaden zum Schutz und zur Förderung der psychischen Gesundheit und des psychosozialen Wohlbefindens von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Migranten in Europa umzusetzen;

20.  fordert die Kommission, die Mitgliedstaaten und die lokalen Behörden auf, gezielte Strategien zu entwickeln, um schutzbedürftigen Frauen in marginalisierten sozialen Gruppen sowie Frauen, die von sich überschneidender Diskriminierung bedroht sind, wie weiblichen Flüchtlingen und Migrantinnen, Frauen, die von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind, intersexuellen und transsexuellen Personen, Frauen, die einer ethnischen Minderheit angehören, Frauen mit Behinderungen, älteren Frauen und Frauen in ländlichen Gebieten psychische Gesundheitsdienste zu bieten;

52.  fordert die Mitgliedstaaten, die Kommission und die zuständigen Agenturen auf, umfassenden Zugang zu einer hochwertigen körperlichen und psychischen Gesundheitsversorgung für alle Flüchtlinge, Asylbewerber und Migranten zu gewährleisten, insbesondere für schutzbedürftige Frauen und Mädchen, da dies eine Frage der allgemeinen Menschenrechte ist, und ihre nationalen Gesundheitssysteme auf langfristige Sicht angemessen auf ankommende Flüchtlinge und Asylbewerber vorzubereiten; betont, dass Personal, das im Bereich Immigration, Asyl und Strafverfolgung tätig ist, sowie Beamte, die mit Flüchtlingen, Asylbewerbern und Immigranten, insbesondere gefährdeten Frauen und Mädchen arbeiten, geschlechtersensible Schulungen im Bereich der psychischen Gesundheit erhalten müssen; ist der Auffassung, dass hierfür verschiedene Maßnahmen notwendig sind, wie beispielsweise sichere Unterbringung und sanitäre Einrichtungen für Frauen und Kinder, rechtliche Beratung und Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit sowie den damit verbundenen Rechten, einschließlich Verhütung, Unterstützung für Überlebende sexueller Gewalt und sichere und legale Abtreibungen;

57.  bedauert die Kürzung der staatlichen Gesundheitsausgaben durch die Mitgliedstaaten und bedauert, dass die jährlich für Programme zur Verfügung gestellten Mittel, die zur Prävention von Gewalt gegen Frauen dienen, in allen Mitgliedstaaten viel geringer sind als die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder seelischen Kosten, die durch derartige Gewalt verursacht werden; befürwortet die Erhöhung der Ausgaben für die Unterstützung von Programmen zur Prävention von Gewalt gegen Frauen und für eine wirksame Opferhilfe und den Schutz der Opfer durch die Mitgliedstaaten;

59.  begrüßt die Schritte der Kommission mit Blick auf die Ratifizierung des Übereinkommens von Istanbul durch die EU und bedauert, dass viele Mitgliedstaaten dieses noch nicht ratifiziert haben; fordert den Rat nachdrücklich auf, für einen schnellstmöglichen Beitritt der EU zu dem Übereinkommen von Istanbul zu sorgen;

61.  fordert die Mitgliedstaaten auf, die Genitalverstümmelung bei Frauen und intersexuellen Personen zu verhindern, zu verbieten und zu bestrafen und eine psychologische Gesundheitsversorgung in Verbindung mit der körperlichen Versorgung der Opfer und von diesen Praktiken bedrohter Personen zu gewährleisten;

62.  legt der Kommission und den Mitgliedstaaten nahe, den am stärksten schutzbedürftigen und benachteiligten Gruppen besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und Interventionsprogramme für diese Gruppen einzurichten;

63.  ist der Auffassung, dass der Mangel an vergleichbaren, umfassenden, zuverlässigen und regelmäßig aktualisierten geschlechterspezifisch aufgeschlüsselten Daten zu einer Diskriminierung der Gesundheit von Frauen führt;

64.  weist darauf hin, dass Gesundheitswesen und Gesundheitspolitik in der Zuständigkeit der Mitgliedstaaten liegen und die Aufgabe der Kommission komplementär zu deren nationaler Politik ist;

10.03.2017

Nigeria: Lawmakers Urged to Enact Laws Against Female Genital Mutilation

Awka — The federal and state legislatures have been urged to enact laws against female genital mutilation (FGM) across the country. The speaker, Anambra State House of Assembly, Barrister Rita Maduagwu, who made the call in Awka, described the practice as a violation of the human rights of both girls and women. More: Daily Trust

08.03.2017

Nigeria: Women Campaign Against Female Genital Mutilation

The International Women Peace Group on Wednesday in Lagos advocated for a ban on female genital mutilation, FGM. The campaign tagged ‘Ban FGM, Upholding the Dignity of Women and Girls,’ was organised to commemorate the 2017 International Women’s Day. More: Premium Times

08.03.2017

Tanzania: VP – Stop GBV, Indignity On Women

VICE-President Samia Suluhu Hassan has condemned the most oppressive forms of indignity and violence subjected to women, including Female Genital Mutilation (FGM) and rape, calling upon the public to join hands in ending the vile acts. She made the remarks during a special interview aired through the Tanzania Broadcasting Corporation (TBC) from Dodoma, yesterday, as the nation joined others around the world to mark the International Women’s Day. More: Tanzania Daily News (Dar es Salaam)

02.03.2017

Gambia: Grandfather and Circumciser Arrested and Granted Bail On FGM Offence

A grandfather who is said to have hailed from Toniataba village and a circumciser Mariama Sura of Sankuya village both from Jarra in the Lower River Region, were arrested on Monday night, and taken to Mansankonko police station where both suspects were seen by this reporter on the 28th of February 2017. On 01st of March, the police confirmed that both parties were released on bail in the sum of (D50.000) fifty thousand dalasi with two Gambian sureties each, pending investigation. More: Foroyaa Newspaper (Serrekunda)

02.03.2017

39. Runder Tisch NRW

01.03.2017 – Unser 39. Treffen fand wieder im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter statt. Es waren viele neue Gesichter dabei. Besonders hat uns gefreut, dass die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW dabei war. Das Treffen war wieder hochspannend.

Begeistert hat uns, dass agisra e.V. Köln den CharityAward bekommen hat. Das ist eine große Stütze für deren Arbeit. Herzlichen Glückwunsch. Das ist aber wieder ein sichtbares Merkmal unserer Arbeit: Heidemarie Pankow brachte vor zwei Jahren die Idee ein, der Runde Tisch NRW möge sich um den CharityAward bewerben. Das haben wir gemacht, erhielten jedoch keinen Preis. Da wir vermuteten, das ein Netzwerk wenig Chancen hat, eine einzelne Initiative mit ihrer praktischen Arbeit vor Ort eher, brachten wir ein Jahr später die Frage in, wer sich von den anwesenden Initiativen bewerben möchte. Agisra hat es gemacht und gewonnen. Wir sind wirklich ein tolles Netzwerk, wenn wir das mal sagen dürfen.

Eine Patientin von Dr. Zerm war anwesend, deren Geschichte uns sehr berührte. In Guinea sollte sie vom Vater als 13Jährige zwangsverheiratet werden. Ihr NEIN bewirkte, dass es aufgeschoben wurde. Schließlich kam nach doch mit 18 Jahren zur Zwangsverheiratung, weil die geplante Flucht nach Deutschland sich verzögerte. Als der Ehemann merkte, dass sie nicht beschnitten war, verweigerte er seine Ehefrau. Ihr Vater und ihr Bruder schlugen sie bewusstlos – sie musste ins Krankenhaus. Dort wurde sie während ihrer Bewusstlosigkeit beschnitten.

Hauptthema war aber die Frage: “Wo wird in Nahost beschnitten?” Als Expertin informierte uns Shapal Hasan Ramadhan über Mädchenbeschneidung in Nahost. Sie ist Gründungsmitglied des Frauenvereins „Regxrawa Afretan“ in Dohuk (Nordirak) und kümmert sich seit Jahren um Frauen und Mädchen, die im kurdischen Gebiet im Nordirak Opfer von Mädchenbeschneidung sind. Interessant waren die Hinweise auf Mädchenbeschneidung in Syrien, Iran und in der Türkei. Näheres folgt.

02.03.2017

10 Jahre Runder Tisch NRW

Am 1. März der Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen in seiner 39. Sitzung ein wenig stolz zurückgeblickt auf 10 Jahre intensiver Arbeit gegen Mädchenbeschneidung. Viel Zeit dafür blieb nicht, weil ein volles Programm und ein entsprechend enges Zeitraster bald ins vorgesehene Programm zwang. Aber zu Beginn haben wir ein gemeinsames Transparent mit unseren Gedanken erstellt und uns zu einem Foto aufgestellt (das nachgereicht wird)

01.03.2017

agisra e.V. erhält den Charity Award

Herzlichen Glückwunsch an das Team von agisra e.V.: Die Ärztezeitung berichtet, dass sie den ersten Preis beim Charity Award 2016 erhalten hat. Das ist eine großartige Ermutigung für unsere Arbeit! Vor zwei Jahren hatte die Kinderärztin Heidemarie Pankow-Culow die Idee beim Runden Tisch NRW eingebracht. Gemeinsam hatten wir uns als Runder Tisch NRW beim Award 2015 beworben – vergeblich. Wir sahen ein, dass dies eher ein Preis für eine Initiative ist und brachten die Bewerbung um den Award 2016 beim Runden Tisch NRW ein. agisra bewarb sich und gewann! So funktioniert Zusammenarbeit!

Quelle: Ärztezeitung, 24.2.17 und CharityAward

27.02.2017

Eritrea: UNICEF – Eritrea Playing Exemplarily Role in Combating FGM

Asmara — Eritrea is playing an exemplary role in eradicating FGM and that harmful practices will no more exist in the country in the near future, according to Ms. Rania Zakie, Representative of the UNICEF in Eritrea. Speaking on the occasion of declaring a free-FGM zone in Asmat and Habero subzones, Ms. Rania underlined that the occasion is a vivid demonstration of Eritrea’s commitment as well as active engagement and collaboration of the society, government institutions and national associations in taking concrete actions towards combating FGM in the country. More: Shabait.com (Asmara)

25.02.2017

Tanzania: Deputy Speaker Calls for Joint War Against Violence On Women

DEPUTY Speaker of the National Assembly, Dr Tulia Ackson has urged the public to join efforts in the battle against violence on women. The Deputy Speaker particularly condemned Female Genital Mutilation (FGM) widely practised against girls because it is contrary to human rights. She said the government had taken various measures to combat such practices. Even the parliament had passed a law to check the act of female circumcision in the country. More: Tanzania Daily News (dar es Salaam)

15.02.2017

Burkina Faso: Bürger stürmen Polizeistation und befreien Beschneiderin

Wie stark der Rückhalt für Mädchenbeschneidung nach wie vor ist, sieht man dem Artikel aus der Le Faso.net: „Bagré: Bürger stürmen Polizeistation und befreien Beschneiderin und ihre Komplizen”  Unzufriedene Bürger von Bagré in der Provinz Boulgou (Region Centre-Est) besetzten am 24. Januar morgens die Polizeistation, befreiten eine Beschneiderin und ihre sieben Komplizen und verwüsteten die Einrichtung.“

http://lefaso.net/spip.php?article75442

09.02.2017

Tanzania: 4.148 Girls Rescued From FGM As 1.473 Fall Victim

A total of 1,473 girls out of the 5,621 who were lined up for Female Genital Mutilation (FGM) in Serengeti District, underwent FGM during the circumcision season at last year’s end. The girls underwent the female cut after their parents, relatives and traditional leaders managed to evade the hurdles against the practice spearhearded by NGOs and state organs. More: The Citizen

07.02.2017

6.2. Der Internationale Tag in den Medien

Dokumentation: Mülheim sagt NEIN zu weiblicher Genitalbeschneidung! NewsLocker
Schluss mit weiblicher Genitalverstümmelung in Afrika Global Voices auf Deutsch (Blog)
Empirische Studie zeigt: Weibliche Genitalverstümmelung auch in Deutschland verbreitet Aviva-Berlin
“Eine Operation behebt nicht die seelischen Verletzungen” ZEIT ONLINE
“Mädchenbeschneidung” hat Deutschland erreicht  Politikschau.com
“Mädchenbeschneidung” hat Deutschland erreicht MatiaStaNea
„Mädchenbeschneidung“ hat Deutschland erreicht APOTHEKE ADHOC
200 Mio. junge Frauen von Genitalverstümmelung betroffen – Salzburger Nachrichten
47.000 Frauen in Deutschland sind Opfer von Genitalverstümmelungen – SPIEGEL ONLINE
5 Fragen – 5 Antworten zu weiblicher Genitalverstümmelung Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
5 Jahre gesetzlich legitimierte Genitalverstümmelung in Deutschland Schlüsselkindblog © Gaby K. – WordPress.com
6. Februar: Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) Welttage sind auch Bildungstage
Ägypten macht Fortschritte ARD Mediathek
Aktionstag gegen Genitalverstümmelung SWR Mediathek
Aktionstagr: Fulda-Mosocho-Projekt kämpft gegen weibliche Genitalverstümmelung Newstral.com
Aufklärung hilft weibliche Genitalverstümmelung zu vermeiden Die Grünen Wien
B5 aktuell Podcast.de
Bayr: Müssen Kampf gegen Genitalverstümmelung intensivieren und verlässliche Daten gewinnen APA OTS (Pressemitteilung)
Betroffene Frauen und gefährdete Mädchen in Deutschland Podcast.de
Bundestag will Mädchen besser schützen – Ärzte Zeitung
Der Kampf gegen die Frauen-Beschneidung Bayerischer Rundfunk
Die “Mädchenbeschneidung” hat Deutschland erreicht t-online.de
Die Mädchenbeschneidung hat Deutschland erreicht  News Deutschland
djb | Juristinnenbund zum Internationalen Tag gegen die weibliche Genitalverstümmelung Netzwerk EBD
Ein Eingriff mit lebenslangen Folgen Schweizerisches Komitee für UNICEF
“Eine Operation behebt nicht die seelischen Verletzungen” ZEIT online
Erste Studie mit Zahlen zur weiblichen Genitalverstümmelung für Deutschland Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Etwa 200 Millionen Mädchen und junge Frauen sind genital verstümmelt / Deutsche Stiftung … – ptext.net (Pressemitteilung)
Fast 50.000 Opfer in Deutschland: Studie zu Genitalverstümmelung MSN.com
FGM victims need medical attention ‘every hour’ says charity BBC
FGM, eine mörderische Praxis SRF
Fortbildung als Mittel im Kampf gegen Genitalverstümmelung PNR24
Frauenbeschneidungen sind auch bei uns ein Problem SWR3
Gemeinsame Erklärung zum Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung Europa.eu
Genitalbeschneidung – Über die Macht einer grausamen Tradition EuropeNews
Genitalverstümmelung – “Mädchenbeschneidung” hat Deutschland erreicht World News
Genitalverstümmelung bei Frauen – freiewelt.net
Genitalverstümmelung im Irak und Süd-Kurdistan hpd.de
Genitalverstümmelung News Deutschland
Genitalverstümmelung Outdonews
Genitalverstümmelung Dr. Jürgen Hußmann
Genitalverstümmelung Wort des Tages
Genitalverstümmelung zum Zwecke einer irrwitzigen Religion Wort-Woche: Worte der Woche
Genitalverstümmelung: “Mädchenbeschneidung” hat Deutschland erreicht Nachrichten.de
Genitalverstümmelung: “Mädchenbeschneidung” hat Deutschland erreicht FOCUS Online
Genitalverstümmelung: Eine Klinge und vier Mädchen – Deutsche Welle
Genitalverstümmelung in Deutschland: Rund 47.300 Frauen betroffen – DerneueMannDe
Genitalverstümmelung: Kampf gegen Tradition und Mythen Österreich nachrichten – info4.de
Genitalverstümmelung: Kampf gegen Tradition und Mythen Schweizer Radio und Fernsehen
Genitalverstümmelung: Kampf gegen Tradition und Mythen Your-First-Way-Swiss
Genitalverstümmelung: Mach es einfach! Zartbitter
Genitalverstümmelung: Nicht mehr wegschauen – darum Pflichtuntersuchungen! zartbitter.co.at
Genitalverstümmelung: Untersuchungen gefordert  1Nachrichten.at Alle Nachrichten in einem Platz
Genitalverstümmelung: Untersuchungen gefordert Nachrichten-aktuell.eu
Genitalverstümmelung: Rund 48 000 Betroffene leben in Deutschland PressReader
Genitalverstümmelung: Rund 48.000 Betroffene leben in Deutschland | HSB Politik im Radio Audio
Genitalverstümmelung: Rund 8.000 Frauen in Österreich betroffen EuropeNews
Genitalverstümmelung: Rund 8.000 Frauen in Österreich betroffen Kleine Zeitung
Genitalverstümmelung in Salzburg heute ORF TVthek
Genitalverstümmelung in Salzburg – ORFTv
Genitalverstümmelungen strafrechtlich verfolgen TP-Presseagentur
Gezeichnet für ein Leben – Genitalverstümmelung in Ostafrika NOZ – Neue Osnabrücker Zeitung
Grausame Tradition Badische Zeitung
Härtere Maßnahmen gegen Genitalverstümmelung gefordert Berliner Morgenpost
Heimarbeit wird wichtiger werden RP ONLINE
In Kassel leben hunderte Frauen mit verstümmelten Genitalien HNA.de
In Österreich sind rund 8000 Frauen Opfer von Genitalverstümmelung SocialFeed.info
Informationen am Abend – Deutschlandfunk Podtail
Kampf gegen Genitalverstümmelung bei Mädchen Nachrichten-aktuell.eu
Internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung – Reportage aus Somaliland ARD Mediathek
Internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung: Für Grüne übelste Menschenrechtsverletzung APA OTS (Pressemitteilung)
Internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung: Für Grüne übelste Menschenrechtsverletzung Diebewertung.at
Internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung: Für Grüne übelste Menschenrechtsverletzung Nachrichten-aktuell.eu
Kampf gegen Genitalverstümmelung | DW Nachrichten WatsupEurope
Kasseler Frauenärztin über Genitalverstümmelung: „100 Prozent leiden“ HNA.de
Lebenslange Qualen Zehntausende Opfer von Genitalverstümmelungen in Deutschland – DerneueMannDe
Lebenslange Qualen Zehntausende Opfer von Verstümmelung der Genitalien in Deutschland  Berliner Zeitung
Mädchenbeschneidung hat Deutschland erreicht  News Deutschland
„Mädchenbeschneidung“ hat Deutschland erreicht  kein Freiwild
„Mädchenbeschneidung“ hat Deutschland erreicht  Preussischer Anzeiger
„Mädchenbeschneidung“ hat Deutschland erreicht  Friedliche Lösungen
„Mädchenbeschneidung“ hat Deutschland erreicht  FFD365.de
Mädchenbeschneidung: Neue Riten gegen qualvolle Praktik  World Vision Schweiz
Massive Menschenrechtsverletzung Rund 200 Millionen Mädchen und junge Frauen sind genital … – Entwicklungspolitik Online (Blog)
Mehr als 47 000 Opfer von Genitalverstümmelung in Deutschland BKK Dachverband
Mehr als 47.000 Opfer von Genitalverstümmelung in Deutschland Brights – Die Natur des Zweifels – WordPress.com
Mehr als 47.000 Opfer von Genitalverstümmelung in Deutschland – DerneueMannDe
Mehr Frauen in Deutschland Opfer von Genitalverstümmelung – ZEIT ONLINE
Mehr Frauen in Deutschland Opfer von Genitalverstümmelung DerneueMannDe
Menschenrechtsbeauftragte Kofler setzt sich für den Kampf gegen Genitalverstümmelung ein Wochenblatt.de
Millionen Frauen und Mädchen betroffen DRadio Wissen
Neue Studie zeigt: Weibliche Genitalverstümmelung auch in Deutschland verbreitet Scharf-links.de
Null Toleranz – Genitalverstümmelung ein Ende setzen CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag (Pressemitteilung)
Null Toleranz gegen FGM« Junge Welt
Null Toleranz – und ein “Kontakt auf Augenhöhe” Deutschlandradio Kultur
ÖR-Propaganda ohne Ende: Genitalverstümmelung Beschneidungsforum.de
Passentzug bei Genitalverstümmelung – DIE WELT
Passentzug bei Genitalverstümmelung – DIE WELT Österreich nachrichten – info4.de
Passentzug bei Genitalverstümmelung NewsJS
Politik Kompakt I DIE WELT
Schätzung: In Deutschland leben 47.000 Frauen mit Genitalverstümmelung Rundumkiel
Schluss mit weiblicher Genitalverstümmelung in Afrika Global Voices auf Deutsch (Blog)
SPÖ-Berger-Krotsch: Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) SPÖ Frauen
Staat und Zivilgesellschaft in Ägypten machen mobil Deutschlandfunk
Stiftung: 200 Millionen Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen – ZEIT ONLINE
Studie des Familienministeriums: 47.000 Frauen in Deutschland sind Opfer von … Azvision.az
Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung: Bereits über 100 Mädchen in Dschibuti vor … Presseportal.de (Pressemitteilung)
UN fordern striktes Verbot der Genitalverstümmelung Unsere Kirche
Verdachtsfall in Salzburg: SPÖ will Mädchen vor Beschneidung schützen Salzburger Nachrichten
Verhindert weibliche Genitalverstümmelung Zur Zeit (Satire) (Pressemitteilung) (Abonnement)
Video Kampf gegen Genitalverstümmelung Videos.ch
Warum sich Genitalverstümmelung so beharrlich hält derStandard.at
Warum sich Genitalverstümmelung so beharrlich hält EuropeNews
Weibliche Genitalverstümmelung – Betrachtungen eines traditionellen Brauchs aus … coachebooks.xyz
Weibliche Genitalverstümmelung – Erste Studie für Deutschland FamRZ
Weibliche Genitalverstümmelung – und was dies die Schweiz angeht Schweizer Radio und Fernsehen
Weibliche Genitalverstümmelung Edition F
Weibliche Genitalverstümmelung GMX
Weibliche Genitalverstümmelung immer noch ein ″globales Problem Deutsche Welle
Weibliche Genitalverstümmelung immer noch ein globales Problem News Deutschland
Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung Mechthild Rawert
Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung LandesPressePortal
Weibliche Genitalverstümmelung ist Menschenrechtsverletzung! FreePress Media
Weibliche Genitalverstümmelung: Grausame Tradition mit körperlichen und psychischen Folgen – Frauenzimmer
Weibliche Genitalverstümmelung: Immer noch eine gängige Praxis Ueberschriften.com
Weibliche Genitalverstümmelung: Vereinte Nationen wollen Beschneidung bis 2030 beenden – Web.de
Wer mit Mädchen zur Genitalverstümmelung ins Ausland bringt, wird bestraft DIE WELT
Wieso ist die männliche Genitalverstümmelung noch immer erlaubt in Deutschland? Gutefrage.net
Zehntausende Frauen betroffen: Genitalverstümmelung auch in Deutschland World News
Zehntausende sind Opfer von Genitalverstümmelung Nachrichten.de
Zehntausende Opfer von Genitalverstümmelungen Euro Arab Press

im Afrika

Tanzania: Baby Girl Dies After FGM By Great-Grandmother allAfrica
Africa: First Ladies Vow to Fight ‘Barbaric’ Genital Mutilation in W. Africa allAfrica
Africa: What Is Female Genital Mutilation? Where Does It Happen? allAfrica
Tanzania: New Law to Protect Schoolgirls allAfrica

 

07.02.2017

Tanzania: Times FM to Run FGM Campaign Every Week

The government has unveiled a special radio programme on anti-Female Genital Mutilation (FGM) campaign that will be aired by a Dar es Salaam based Times FM Station, reiterating that collective efforts are still vital to curb the problem. Permanent Secretary in the Ministry of Health, Community Development, Gender, Elderly and Children, Ms Sihaba Nkinga, said in Dar es Salaam yesterday that the programme will be part of a Five-Year National Anti-FGM campaign. More: Tanzania Daily News (Dar es Salaam)

07.02.2017

Liberia: Women Group Wants Female Genital Mutilation Act Put Into Law

Monrovia — As part of celebrations marking the 2017 international day of zero tolerance against Female Genital Mutilation (FGM) the Women Against Female Genital Mutilation (WAFGEM), a local women advocacy group is disappointed that with 11 years of female leadership, Liberia has not be able to pass the ant- FGM law despite several calls from civil society organizations. More: FPA Front Page Africa

06.02.2017

Tanzania: Do Not Relent in Fight Against the Female Cut

Today, rights activists in Tanzania join their counterparts across the world to mark the 14th International Day of Zero Tolerance to Female Genital Mutilation. The occasion is relevant to Tanzania, because the backward practice is still rife in parts of the country, years after it was made illegal. The female cut, as FGM is at times called, unlike the male cut, is carried out without any medical reason, hence the term “genital mutilation”. The idea is to lay emphasis to the truth about it: it is nothing but one of the various bad cultural practices that dehumanise women. More: The Citizen

06.02.2017

Gambia: UNFPA Recognises Nigeria, Gambia Banning Female Genital Mutilation

The UNFPA, in a report on the of 2017 International Day of Zero Tolerance for Female Genital Mutilation, commemorated on February 6, stressed the urgent need to abandon the practice. Female genital mutilation refers to all procedures involving partial or total removal of the external female genitalia or other injury the female genital organs for non-medical reasons and it is a deeply entrenched social and cultural norm in many societies. “With the support of UNFPA and other UN agencies, many countries have passed legislation banning FGM – including, in 2015, Nigeria and The Gambia – and developed national policies to achieve its abandonment.” More: Premium Times

06.02.2017

Africa: ‘Medicalisation’ of Female Genital Mutilation Is Serious Threat – Experts

London — Growing awareness of FGM risks has led parents to take their daughters to clinics, where many health workers see procedure as a source of income
A growing trend for midwives and nurses to carry out female genital mutilation (FGM) is undermining global efforts to eradicate the internationally condemned practice, experts have warned. Morissanda Kouyate head of the Inter-African Committee on Traditional Practices called for courts to get tough on health workers convicted of carrying out FGM. He also urged professional medical and health associations to expel members who repeatedly perform FGM. More: Thomson Reuters Foundation

06.02.2017

Benin: Feature-Cutters Turn Counsellors to Fight Female Genital Mutilation

Cotonou — “The number of lives I shattered is enormous,” says traditional cutter turned health adviser. Browsing a market in Parakou, a city in Benin, 63-year-old Yon Sokogi was troubled by the latest gossip about a teenage bride rejected by her husband after she lost control of her bladder. Recognising this as a complication of female genital mutilation (FGM), Sokogi decided to visit 19-year-old Kpaaré, a mother-of-two, in the hope of convincing her go to a hospital. But Sokogi is not a typical health worker. She is a cutter-turned-counsellor, who put down the knife five years ago – after cutting more than 1,500 girls during a 20-year period – to instead work towards stamping out FGM.
More: Thomson Reuters Foundation

06.02.2017

Africa: World Must Make Faster Progress to End Female Genital Mutilation By 2030

Any views expressed in this article are those of the author and not of Thomson Reuters Foundation. Despite progress towards abolishing this violent practice, millions of girls will undergo FGM this year. It irreparably damages girls’ bodies, inflicting excruciating pain. It causes extreme emotional trauma that can last a lifetime. It increases the risk of deadly complications during pregnancy, labor and childbirth, endangering both mother and child. It robs girls of their autonomy and violates their human rights. It reflects the low status of girls and women and reinforces gender inequality, fueling intergenerational cycles of discrimination and harm. It is female genital mutilation. And despite all the progress we have made toward abolishing this violent practice, millions of girls — many of them under the age of 15 — will be forced to undergo it this year alone. Sadly, they will join the almost 200 million girls and women around the world who are already living with the damage FGM causes – and whose communities are already affected by its impact. More: Thomson Reuters Foundation

06.02.2017

Kenya: An Experience of Pain and Anguish

Bahati was 10 years old when she was told she should “get prepared to become a real Maasai woman.” She knew what this meant. Her sister had been told the same thing when she had turned 10. “They cut her and forced her to marry a month later,” Bahati recalled. “I started crying. I was afraid.” These were the words of a 12-year-old Tanzanian girl describing her experience of female genital mutilation (FGM) two years ago. She told Human Rights Watch researchers that her grandmother had forced her to leave school to undergo FGM, in order to prepare her for marriage. More: Human Rights Watch (Washington, DC)

06.02.2017

Tanzania/Guinea-Bissau: Raising FGM Awareness in Africa

Monday is International Day of Zero Tolerance of Female Genital Mutilation (FGM) and the UN wants to draw global attention to the consequences of this gruesome tradition. DW reports from Tanzania and Guinea-Bissau. More: Deutsche Welle

06.02.2017

Kenya: Female Genital Mutilation Is a Gruesome Impediment to the Empowerment of Women

Nairobi — On 06 February 2017, the world marks the 14th International Day of Zero Tolerance for Female Genital Mutilation (FGM). Consider this, approximately 200 million girls and women alive today globally, have undergone some form of FGM. One cannot but despair at the indolent pace towards elimination of one of the most brutal cultural norms, a practice that continues to hold women and a Nation’s development back. While Kenya must be applauded for having brought down the national FGM prevalence from 32 percent to 21 percent in the last 12 years, there are still some communities where about nine in ten girls are mutilated, often forced to leave school and into early marriage.
More: Inter Press Service

06.02.2017

International Day of Zero Tolerance for Female Genital Mutilation, 6 February

2017 Theme: “Building a solid and interactive bridge between Africa and the world to accelerate ending FGM by 2030.”

Female genital mutilation (FGM) comprises all procedures that involve altering or injuring the female genitalia for non-medical reasons and is recognized internationally as a violation of the human rights of girls and women. More: UN

06.02.2017

Tanzania: Baby Girl Dies After FGM By Great-Grandmother

A baby girl born on Christmas Day in a remote region of Tanzania was subjected to female genital mutilation by her great-grandmother and died a few days later, police said.  The girl was born to a 16-year-old single mother in the Manyara region of northern Tanzania. Five days after her birth, her 70-year-old great-grandmother performed the ritual which led to complications and the infant died in hospital. More: allAfrica

03.02.2017

Guinea: Weibliche Genitalverstümmelung an der Tagesordnung

Trotz internationaler Bemühungen im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung steigt die Zahl an Beschneidungen in Guinea immer weiter an, warnt der Anthropologe Alpha Amado Bano Barry im Interview mit EurActiv Frankreich.

03.02.2017

Österreich: Mehr Frauen betroffen

“Wie viele betroffene Mädchen und Frauen es in Österreich aktuell tatsächlich gibt, ist unbekannt. Auf alle Fälle sind es wohl deutlich mehr als die 2006 geschätzten 6000 bis 8000”, sagte Petra Bayr, SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung, bei einer Pressekonferenz mit Expertinnen anlässlich des kommenden Montag begangenen internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung. Sie forderte die Bundesregierung auf, im Rahmen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit mehr Projekte zur Bekämpfung von FGM zu unterstützen. Derzeit geschehe dies nur im Rahmen eines einzigen Projekts in Äthiopien. – derstandard.at/2000052014800/Mehr-Frauen-in-Oesterreich-von-Genitalverstuemmelung-betroffen. Weiterlesen: Der Standard

02.02.2017

Nigeria stellt Genitalverstümmelung an Frauen und Mädchen unter Strafe

Nach einem Bericht der UNO aus dem Jahr 2014 ist ein Viertel der weiblichen Bevölkerung Nigerias von der Genitalverstümmelung direkt betroffen – eine gesundheitsgefährdende Praxis, die Unfruchtbarkeit, Tod im Wochenbett, Infektionen und nicht zuletzt den Verlust der sexuellen Lust zur Folge haben kann.

In Teilen Nigerias war die Genitalverstümmelung bereits verboten, nun wird dieses Verbot im ganzen Land exekutiert.

Weiterlesen Die Wienerin

31.01.2017

Internationale Konferenz zur Beendigung von FGM/C in Rom

Heute ist eine internationale Konferenz “BanFGM Conference on the worldwide ban on female genital mutilation” im italienischen Außenministerium in Rom zu Ende gegangen, die vom 28. bis zum 31.1.2017 tagte und an der Minister und Organisationen aus vielen Ländern teilnahmen. Das Programm: http://www.esteri.it/mae/resource/doc/2017/01/en_banfgmprogram.pdf

Nachtmagazin-Beitrag
Tagesschau-Beitrag

FIGO International Federation of Gynecology and Obstetrics:
A high-level international conference on female genital mutilation (FGM) has begun in Rome, Italy, where campaign groups, United Nations (UN) officials and government ministers have discussed how to end the practice. Campaigners at the BanFGM conference called on governments to focus their attentions beyond Africa, where preventative measures have so far been concentrated. Speaking to Thomson Reuters Foundation News, Isis Elgibali, of German charity WADI, said that FGM is a “much larger problem” than people thought it was just five years ago. Ms Elgibali added: “I have the feeling that it happens all over the world, but it’s not always easy to conduct research.” At the conference, Sika Kabore, first lady of Burkina Faso, said that boosting education, literacy and independence for girls was vital in the fight against FGM as well as preventing child marriage. She added that steps have been taken but that “there’s a long way to go”.ADNFCR-2094-ID-801831771-ADNFCR

31.01.2017

Tanzania: Baby Girl Dies After FGM By Great-Grandmother

Dar es Salaam — Evidence some families still cutting their girls in Tanzania, and starting to doing it at younger ages. A baby girl born on Christmas Day in a remote region of Tanzania was subjected to female genital mutilation by her great-grandmother and died a few days later, police said. The girl was born to a 16-year-old single mother in the Manyara region of northern Tanzania. Five days after her birth, her 70-year-old great-grandmother performed the ritual which led to complications and the infant died in hospital. More: Thomson Reuters Foundation

11.01.2017

App “ReFuShe” für Flüchtlingsfrauen

Geflüchtete und von Gewalt betroffene Frauen sollen mittels der kostenlosen App “RefuShe” der NRW-Landesregierung schnell Hilfe finden. Eine interaktive Karte zeige Nutzern Beratungsstellen und Polizeidienststellen in der Nähe. Filme, Bilder und Zeichnungen vermittelten außerdem auf deutsch, englisch, kurdisch, paschtu und arabisch die Rechte der Frauen in Deutschland. Die App steht ab sofort für Android-Geräte bereit.

“Viele Frauen kommen aus hierarchischen Gesellschaften zu uns und müssen erst lernen, dass sie hier der Gewalt nicht schutzlos ausgeliefert sind,” sagte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) am Montag. Die App biete Orientierung in einer für die meisten Frauen völlig neuen Werteordnung. Dazu gehöre auch, dass Frauen in Deutschland frei und gleichberechtigt leben könnten und sexuelle Gewalt geahndet werde.

In den vergangenen zwei Jahren sind laut Ministerium 100.000 schutzsuchende Frauen nach NRW gekommen. Mehr als 80 Prozent benutzen Smartphones zur Information im Alltag.

Quelle dpa – weiterlesen Webseite des Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter

04.01.2017

Äthiopien: Workshop gegen Genitalverstümmelung

Die Katholische Kirche Äthiopiens hat einen dreitägigen Workshop für Schuldirektoren und Lehrer zum Problem der Genitalverstümmelung organisiert. Er fand vom 12. bis 14. Dezember 2016 in Addis Abeba statt. In der Vorbereitung und Durchführung arbeitete das Bildungsgremium der Sozialen Entwicklungskommission mit einem Ausschuss für Familienangelegenheiten zusammen.
weiterlesen auf Radio Vaticana

10.12.2016

Neue Vorschrift des Passgesetzes geplant

Die Bundesregierung will junge Frauen besser vor weiblicher Genitalbeschneidung im Ausland schützen. Eine am 9.12.2016 vom Kabinett in Berlin beschlossene Gesetzesänderung sieht den Entzug des Passes vor, wenn Mädchen oder Frauen von Deutschland ins Ausland gebracht werden sollen, um sie beschneiden zu lassen. Die neue Vorschrift im Passgesetz sei “ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung”, sagte Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Regierungskoalition will mit der Gesetzesänderung vor allem gegen sogenannte Ferienbeschneidungen vorgehen.

Beitrag weiterlesen in Welt

Beitrag Deutschlandradio Kultur hören

Und das schreibt der STANDARD aus Wien

09.11.2016

Indonesien: Regierung will Mädchenbeschneidung stoppen

Mehr als jedes zweite Mädchen in Indonesien ist beschnitten. Die Regierung versucht nun erneut, weibliche Genitalverstümmelung in dem Inselstaat zu verbannen. Doch alte Traditionen stehen dem Plan entgegen.

Tapos (dpa) – Tunyati wiegt ihre sieben Monate alte Tochter sanft in ihrem Schoß. Die Indonesierin hat das Kind beschneiden lassen, sofort nachdem sie es zur Welt brachte. Sie ist überzeugt, dass sie damit eine religiöse Pflicht erfüllt hat. «Ich folge Allahs Gesetz, das wird seit Generationen so gemacht», sagt die 36-jährige Muslimin. «Jeder in meinem erweiterten Familienkreis ist beschnitten, ob männlich oder weiblich.»

Viele in Indonesien, dem bevölkerungsreichsten mehrheitlich muslimischen Land der Welt, teilen Tunyatis Einstellung. 51 Prozent der indonesischen Mädchen bis elf Jahre sind beschnitten, das sind ungefähr 14 Millionen Kinder, wie eine Untersuchung des indonesischen Gesundheitsministeriums 2013 ergab.

Weltweit haben nach UN-Schätzung 200 Millionen Frauen und Mädchen eine Beschneidung erlitten. Einige tragen schwere körperliche Schäden davon. Sie reichen von hohem Blutverlust, andauernden Schmerzen, chronischen Infekten und HIV-Infektionen bis zu Inkontinenz, risikoreichen Geburten oder Sterilität.

Die indonesische Regierung hat nun einen neuen Anlauf gestartet, um die Beschneidung von Mädchen zu stoppen. «Wir haben eine Einsatzgruppe ins Leben gerufen, die religiöse Führer und Frauenorganisationen dazu bewegen soll, diesen Brauch zu beenden», sagt die Frauen- und Jugendministerin Yohana Yambise im vergangenen Monat. Frühere Versuche waren am Widerstand islamischer Organisationen gescheitert.

Hasanuddin Abdul Fatah ist Leiter der sogenannten Fatwa-Kommission und befasst sich mit der Auslegung muslimischen Rechts in Indonesien. Für ihn ist klar: Die Scharia sieht eine Beschneidung für Mädchen vor. «Die Frage ist nun: Folgen wir dem Ministerium oder der Scharia?», sagt er.

2006 hatte die Regierung zum ersten Mal ein Verbot ausgesprochen. Auf Druck von islamischen Organisationen nahm sie es vier Jahre später jedoch wieder zurück und veröffentlichte stattdessen eine Anleitung, wie medizinisches Fachpersonal die Eingriffe durchzuführen habe.

Nach Angaben der Frauenrechtsorganisation «Terre des femmes» sah die Anleitung vor, die Klitorisvorhaut einzuritzen, ohne die Klitoris selbst zu verletzen. 2014 wurde die Empfehlung zurückgezogen. Wer Eingriffe durchführt, muss keine Strafen fürchten. Laut «Terre des femmes» ist in Indonesien das Reiben, Brennen und Einritzen der Klitoris verbreitet, teils werde auch Gewebe entfernt.

Nurlela Nurani, eine 26 Jahre alte Hebamme, berichtet, dass zumindest die schlimmsten Formen von Genitalverstümmelung in ihrer Region nicht mehr vorkämen. Sie arbeitet in einer Geburtsklinik in Tapos, nahe der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Das Personal in ihrem Krankenhaus beschneidet keine Mädchen mehr. «Wir übernehmen nur die Wundreinigung, nicht das Schneiden selbst», sagt sie.

Weltweit sinkt zwar der Anteil genitalverstümmelter Mädchen – hatten 1981 noch 51 Prozent der 15- bis 19-Jährigen Genitalverstümmelung erlitten, sind es laut UN derzeit noch 37 Prozent. Wie sich die Situation in Indonesien entwickelt, ist derzeit mit Zahlen jedoch nicht zu belegen.

Wara P Osing, Leiter der Abteilung für die Förderung der sexuellen Gesundheit im Gesundheitsministerium, ist dennoch überzeugt, dass immer weniger Familien ihre Töchter beschneiden lassen. Die Erkenntnis, dass es sich dabei um eine Form von Gewalt gegen Kinder handele, setze sich zunehmend durch, sagt er. Den Kampf gegen die Genitalverstümmelung könne sein Ministerium aber nicht allein gewinnen. «Denn das Problem wurzelt in Traditionen und religiösem Brauchtum, die seit Generationen weitergegeben worden sind.»

https://www.krankenkassen.de/dpa/268365.html

04.11.2016

Medien: Bewustseinsveränderung mit einer Soap?

Eine waschechte Seifenoper – und nebenher die Diskussion über die Beschneidung eines Mädchens: Mit diesem Mix gelang es Wissenschaftlern aus Zürich, im Sudan die Einstellung des Publikums gegenüber der Beschneidung zu verändern.

Es beginnt mit einer Idylle, mit einer Familienszene im ländlichen Sudan. Ein kleines Kind bittet seinen Grossvater, ihm ein paar Früchte vom Baum zu pflücken. Der betagte Mann steigt auf einen wackligen Stuhl – und stürzt. Ein Drama. Wir sind mitten in einer Soap Opera. Produziert hat sie nicht etwa eine Filmgesellschaft – produziert wurde sie von Wissenschaftlern am Lehrstuhl für Ökonomie der Universität Zürich, zusammen mit Künstlerinnen und Künstlern im Sudan.

In der dramatischen Familiengeschichte hat alles Platz, was zu einer guten Soap Opera gehört: Liebe, Intrige und Betrug. Doch der Film ist auch Gegenstand einer Studie. Denn so ganz nebenbei geht‘s in den Diskussionen der Grossfamilie auch darum, ob eines der Mädchen beschnitten werden soll. Die Forscher der Universität Zürich wollten mit dem Unterhaltungsfilm testen, ob die Einstellung der Zuschauer gegenüber unbeschnittenen Mädchen nach dem Film positiver ist.

http://www.srf.ch/kultur/wissen/maedchenbeschneidung-veraendert-eine-schweizer-soap-den-sudan

29.09.2016

Landtag NRW: Wichtigen Antrag verabschiedet

28.09.2016 – Aufgrund der Handlungsempfehlungen, die der Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen an den Landtag gerichtet hat und die Anhörung im Ausschuss für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation verabschiedete dieser Ausschuss einen gemeinsamen Antrag der Fraktionen SPD, CDU, GRÜNE, FDP, PIRATEN – Drucksache 16/11705 (2.Neudruck) – mit dem Titel “Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung – der Verletzung von Körper und Seele von Mädchen und Frauen entschieden entgegentreten”

21.09.2016

Egypt: Tougher penalties – Parliament approved a bill making female genital mutilation a felony

On 31 August parliament approved a bill submitted by the cabinet which amends the current law criminalising the practice of female genital mutilation (FGM). The new law considers FGM a felony and will be met by tougher penalties.

According to the amended law, anybody who performs FGM will face a penalty of between five and seven years in jail, instead of the three months to two years which was designated in the 2008 law. The amendment also imposes a stricter penalty of up to 15 years imprisonment if the practice leads to death or a permanent deformity. Those who escort victims to the procedure will face jail sentences ranging from one to three years.

The drive for tougher sentences follows the recent death of a 17-year-old, Mayar Moussa, of complications during an FGM operation in a private hospital in Suez governorate. More: Al-Ahram Weekly 

04.09.2016

Gambia: Frauenrechtlerin will Präsidentin werden

3.9.16 – Die gambesische Frauenrechtsaktivistin Isatou Touray, die sich politisch gegen die Genitalverstümmelung von Frauen engagiert, will als erste Frau in ihrem Land bei den Präsidentschaftswahlen antreten. “Es stimmt, dass ich mich um die Präsidentschaft bewerben will”, sagt Touray. Sie wolle als Unabhängige antreten.

http://derstandard.at/2000043765712/Frauenrechtlerin-will-bei-Praesidentenwahl-in-Gambia-antreten

04.09.2016

Ägypten: Nicht mehr Vergehen sondern Verbrechen

Unerwartet kam, was das ägyptische Staatsfernsehen da noch aus dem Parlament zu berichten hatte. Kurz vor Toresschluss, kurz bevor sich die Abgeordneten in eine längere Sitzungspause verabschieden wollten. Fast so, als wäre unbedeutend, was auf die Schnelle zur Abstimmung anstand.

Die Vertreter des Volkes heben die Hand, stimmen dann mehrheitlich für den Entwurf, den die Regierung erst wenige Tage zuvor im Parlament eingebracht hatte. Die Neuauflage des Gesetzes bezeichnet die Beschneidung von Mädchen und Frauen fortan als “Verbrechen”, nicht mehr als “Vergehen”, und es sieht höhere Strafen vor: Wer ein Mädchen oder eine Frau beschneidet, soll künftig fünf bis sieben Jahre in Haft; sollte das Mädchen dabei sterben, sind es bis zu 15 Jahre.

http://www.deutschlandfunk.de/aegypten-muehsamer-kampf-gegen-weibliche.799.de.html?dram:article_id=364884

http://www.deutschlandfunk.de/aegypten-kampf-gegen-die-frauenbeschneidung.724.de.html?dram:article_id=369922

18.08.2016

Dagestan: Mädchenbeschneidung ist normale Tradition

Der im Kaukasus einflussreiche Mufti Ismail Berdijew hat die weibliche Beschneidung als “normale Tradition” in der
russischen Teilrepublik Dagestan bezeichnet. Der Mufti rechtfertigte sie mit der “Beruhigung der weiblichen Lust”. Die
Äußerungen sorgen in Russland für Kritik.
Genitalverstümmelung gibt es tatsächlich auch in der Russischen Föderation. Die Moskauer Menschenrechtsorganisation
“Pravovaja Initiativa” hat eine Studie in den ländlichen Gebieten der muslimischen Nordkaukasus-Republik, Dagestan,
durchgeführt. Das Ergebnis: Genitalverstümmelung ist an einigen Orten gang und gäbe.

Deutschlandradio Kultur 160818 Genitalverstümmelung in Dagestan

29.07.2016

Afghanistan: Schwangere Frau brutal beschnitten

Eine junge Frau aus Tachar, einer Provinz im Norden Afghanistans, wurde Opfer einer grausamen Attacke ihres Ehemanns. Ohne einen ersichtlichen Grund habe er sie zunächst mit einem großen Stock angegriffen, mit einer Schere ihr die Haare abgeschnitten und zum Teil ihren Kopf geschoren, berichtete das Opfer dem britischen Sender BBC. Doch dies war erst der Anfang ihrer Tortur.

Zusammen mit seiner Mutter und Schwester hat der Ehemann seine 21-jährigen Frau anschließend gefesselt. Zu dritt haben die Peiniger auf die junge Frau eingeschlagen. Schließlich haben sie bei dem Opfer eine sogenannte “Beschneidung” durchgeführt, eine brutale Praktik, bei der die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane vollständig entfernt oder verstümmelt werden. Die berichteten die Verwandten der Frau gegenüber der BBC.

http://www.stern.de/panorama/stern-crime/afghanistan–ehemann-verstuemmelt-genitalien-seiner-schwangeren-frau-6985920.html

17.07.2016

19jährige für ihr Engagement mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet

27.07.2016 – Der muslimischen Jugendlichen mit somalischen Wurzeln, Fahma Mohamed wurde am Freitag die Ehrendoktorwürde, für ihr Engagement gegen die Genitalverstümmelung von Frauen, verliehen. Die 19-jährige Aktivistin erhielt den Ehrentitel von der University of Leicester und gilt damit als die jüngste Trägerin des Ehrendoktortitels, die jemals in Großbritannien ausgezeichnet wurde. www.islamiq.de

FGM campaigner Fahma Mohamed to receive honorary doctorate – 13.07.2016 – The Guardian
Female genital mutilation: Michael Gove to meet 17-year-old campaigner – 10.02.2014 The Guardian

17.05.2016

New WHO guidelines to improve care for millions living with female genital mutilation

Health workers across the world now need to be prepared to provide care to girls and women who have undergone FGM. But, health workers are often unaware of the many negative health consequences of FGM and many remain inadequately trained to recognize and treat them properly. As a result, many women may suffer needlessly from physical and mental health consequences due to FGM. More: NTA Newstime Africa

12.04.2016

Antrag aller Fraktionen im Landtag NRW

Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung – der Verletzung von Körper und Seele von Mädchen und Frauen entschieden entgegentreten.

Am 12.04.2016 stellten die Fraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Piraten einen Antrag (Drucksache 16/11705)

Ausschnitte aus dem Dokument:

“Das Thema weiblicher Genitalverstümmelung wird in der Öffentlichkeit wenig thematisiert. Daher ist es umso wichtiger, dieses Thema in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Insbesondere Polizei und Justiz, pädagogisches Lehrpersonal sowie der Gesundheitssektor müssen vorbereitet sein, wenn sie mit dem Thema weibliche Genitalverstümmelung in Berührung kommen. Große Unterstützung in der Arbeit gegen Genitalverstümmelung leistet seit 2007 der Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen.
Hier wollen wir anknüpfen und mit unserer politischen Initiative dazu beitragen, Präventionsmaßnahmen zu entwickeln, potenzielle Opfer von weiblicher Genitalverstümmelung zu unterstützen und das Thema in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Eine wesentliche Rolle kommt hierbei dem pädagogischen und medizinischen Fachpersonal, Schülerinnen und Schülern, Polizei und Justiz sowie den Jugend- und Migrationsämtern zu. Sie alle müssen umfassend über das Thema weibliche Genitalverstümmelung informiert und in die Anstrengungen gegen die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung eingebunden werden.

Der Landtag bittet die Landesregierung,
1. durch intensive Informations- und Öffentlichkeitsarbeit das Bewusstsein in der Bevölkerung sowie in den staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen, vor allem in den Bereichen des Gesundheits-, Sozial- und Integrationswesens, für das enorme Ausmaß von Genitalverstümmelung – auch in NRW – zu schärfen und die Handlungsbereitschaft in konkreten Gefährdungsfällen zu erhöhen und diese bei Bedarf auch zu überprüfen.
2. die Präventions- und Sensibilisierungsarbeit auf Grundlage der Beratungen des Runden Tisches kontinuierlich zu optimieren sowie besser miteinander zu verzahnen.
3. eine spezifische Handlungsempfehlung nach dem Hamburger Vorbild, für Fachkräfte im Sozialen Dienst, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, den Gesundheitssektor sowie Polizei und Justiz zu erstellen. Ziel dieser spezifischen Handlungsempfehlung soll es sein, einen Einblick in die Thematik zu geben, zu sensibilisieren und eine erhöhte Sicherheit im Handeln zum Schutz der bedrohten Mädchen und jungen Frauen zu vermitteln. Zudem soll sie konkrete Hilfe im Einzelfall geben und die rechtlichen Handlungsmöglichkeiten der Jugendhilfe und der Mädchenarbeit aufzeigen. Gelungene Beispiele hierfür sind der „Leitfaden für pädagogische Fachkräfte“ und der „Leitfaden für medizinisches Personal“ wie sie vom stop mutilation e.V. herausgegeben wurden.”

Das Dokument komplett lesen oder herunterladen: Antrag aller Fraktionen des Landtags NRW vom 12.04.2016

 

03.03.2016

Irak: Wechselnde Meinungen

DW: Changing minds about genital mutilation in Iraqi Kurdistan

3.3.2016. High rates of female genital mutilation set Iraqi Kurdistan apart from the rest of the country. More than the men, it is the women who keep the cruel tradition alive. Florian Neuhof reports from the Iraqi countryside.
http://www.stopfgmmideast.org/dw-changing-minds-about-genital-mutilation-in-iraqi-kurdistan/#more-2163

05.02.2016

UNICEF: 200 Millionen betroffene Frauen und Mädchen

Weltweit leben mindestens 200 Millionen Frauen und Mädchen mit verstümmelten Genitalien, das zeigt ein neuer Bericht von UNICEF. Das sind fast 70 Millionen mehr als im Jahr 2014 geschätzt wurde. Grund ist das Bevölkerungswachstum in einigen Ländern und neue Daten aus Indonesien. Die Erhebung wurde in dreissig Ländern durchgeführt. Die Hälfte der betroffenen Frauen und Mädchen stammen aus Ägypten, Äthiopien und Indonesien. Mädchen unter 14 Jahren machen einen Anteil von 44 Millionen der Betroffenen aus mit dem höchsten Vorkommen in dieser Altersgruppe in Gambia und Mauretanien. In Indoniesien sind die Hälfte der Mädchen bis 11 Jahren genital verstümmelt.

https://www.unicef.ch/de/aktuell/news/weltweit-sind-mindestens-200-millionen-frauen-und-maedchen-betroffen

09.09.2015

Egypt: The fight against FGM

Clerics have debated it, doctors are divided about it, and parents are wary of it but some of them just follow tradition. Female genital mutilation (FGM), the practice of female circumcision, has been blamed for a wide range of health problems among women, ranging from death to the loss of libido. Although the procedure is formally illegal, enforcement of the law is still rare and girls in Egypt are still being circumcised in their thousands.

Mona, not her real name, was only 15 when her mother took her and her younger sister, then 14, to a doctor at a health clinic. The girls weren’t told what to expect. Now 35, Mona still recalls the experience with horror.

“If I gave birth to a daughter I would not have her circumcised. I would not subject her to the physical pain I still feel. The procedure is misguided and survives solely because of ignorance and a lack of awareness,” she said.

“When I got married and gave birth to my first son, the woman doctor who supervised the birth informed me that my circumcision had been badly done,” Mona added. “They say that the moral uprightness of girls depends on this procedure. But this is nonsense. Morality is about upbringing, not surgery.” More: Al-Ahram Weekly

25.03.2014

UK: Schülerinnen werden aktiv

An einer Schule im südenglischen Bristol will man die Hilflosigkeit der Gesellschaft nicht länger hinnehmen. Die Lehrerin Lisa Zimmermann gründete eine Hilfsorganisation. Fahma und andere Jugendliche wollen Beschneidung enttabuisieren. Alle sollen lernen, darüber zu reden. “Als ich in der Schule anfing, wollte ich eine Gruppe von zwölf Mädchen zur Belohnung zum Reiten mitnehmen”, berichtet die Lehrerin. “Aber ich wurde gewarnt, dass es für sie schwierig sein könnte. Denn elf hatten eine Genitalverstümmelung.”
Die Schüler haben Filme gedreht. Kurze Szenen zeigen, wie Kindern geholfen werden kann. Oft fühlen sich die Mädchen allein gelassen. Mehr als 250.000 Unterschriften wurden in den letzten Wochen gesammelt, damit in allen Schulen des Landes solche Kurse abgehalten werden. “Wir fordern, dass alle Lehrer ausgebildet werden, wie sie mit dem Thema Genitalverstümmlung umgehen können”, sagt Lisa Zimmermann. “Und wir brauchen an jeder Schule einen sicheren Ort, wo man darüber sprechen kann. Das ist der einzige Weg, etwas zu verändern. Wir müssen mit den Kindern über FGM sprechen. Sie sind die künftigen Eltern. Nur so können wir den Kreislauf der Gewalt durchbrechen.”
Vor wenigen Tagen traf Fahma Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon. Der Generalsekretär versprach ihr, die Kampagne gegen Genitalverstümmelung mit allen Mitteln der Uno zu unterstützen. Ein Riesenerfolg. “Ich will, dass noch vor den Sommerferien in allen Schulen des Landes darüber informiert wird”, sagt Fahma. “Denn dann werden viele Mädchen ins Ausland geschickt oder sie werden selbst hier beschnitten. Die Ferien sind dafür die beste Zeit. Da kann alles abheilen und niemand bekommt etwas davon mit. Deswegen müssen alle Schulen so schnell wie möglich damit anfangen. Nur so können wir so viele Mädchen wie möglich retten.”

Quelle: 3Sat –  Barbarisches Ritual, Schüler gegen Genitalverstümmelung