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Die Tradition verteidigen

Sicherlich stellen auch Sie sich die Frage nach dem WARUM? Wie können Mütter ihren kleinen Mädchen das antun?

Zunächst müssen wir zur Beantwortung weit in die Vergangenheit zurückgehen. Bereits vor 5.000 Jahren haben die Pharaonen in Ägypten Mädchen an den Genitalien beschnitten. Das wurde an mehreren Mumien aus dieser Zeit nachgewiesen. Von Ägypten soll sich die Mädchenbeschneidung dann in afrikanischen und arabischen Ländern ausgebreitet haben. Aber auch in unserer Gegend könnte es damals Mädchenbeschneidung gegeben haben: Im Jahr 1920 wurde in Halverde/Westfalen eine mehr als 4000 Jahre alte, weibliche Moorleiche aus der Jungsteinzeit gefunden, die beschnitten war.

Das zeigt in jedem Fall ganz sicher eins: Genitale Mädchenbeschneidung hat mit den heutigen Religionen nichts zu tun, erst recht nicht mit dem Islam, der jüngsten Religion.

Die alten Frauen halten allerdings vehement an dieser Tradition fest und verteidigen sie, schließlich ist es für viele auch die Existenzgrundlage.

Junge Familien lehnen eine Beschneidung ihrer Töchter eher ab. Sie müssen sich aber oft der Macht der Gesellschaft beugen oder erleben, dass hinter ihrem Rücken ihre Töchter doch beschnitten werden. Denn unbeschnittenen Töchtern wird jede Ehre aberkannt und sie finden keinen Mann.

Männer werden in den meisten Kulturen bei der Frage “Beschneidung: Ja oder Nein?” nicht beteiligt oder übergangen.

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In der Broschüre möchte die Großmutter die Abwesenheit der Mutter ausnutzen und das Mädchen beschneiden lassen.