Das Bildungsportal KUTAIRI ist im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen aktiv.

Vorarbeiten

FRIEDENSBAND hat mit Unterstützung von stop mutilation viel bewirken können:

 

29. 4. 2004
Aus ganz Deutschland kamen vor allem die afrikanischen Frauen zusammen um über eine gemeinsame Plattform zu beraten. Es entstand das Bündnis "Nein zu Beschneidung von Mädchen!".

 

6.2.2006
Bundesweite Fachtagung in Bonn Expert*innen und Betroffenen zu rechtlichen, medizinischen und sozialen Aspekten.

 

2006
Runde Tische Köln und Kerpen entstehen in Zusammenarbeit mit Jugendlichen.

 

6.2.2007
Runder Tisch NRW, unterstützt vom Integrationsministerium NRW, gegründet..

 

6.2.2009
Fachtagung im Landtag NRW. In drei Arbeitsgruppen erarbeiteten sich Fachleute aus den Bereichen Soziales, Recht und Medizin Hinweise für Politik und Gesellschaft.

 

6.2.2011
Start der Telefonberatung KUTAIRI - in sechs Sprachen (Kisuaheli, Somali, Arabisch, Englisch, Französisch und Deutsch).

 

2012
Broschüre "Nicht mit mir!" zusammen mit vier Plakaten.

 

12.04.2016
Forderung des Landtages an die Landesregierung

Antrag von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Piraten (Drucksache 16/11705)

Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung - der Verletzung von Körper und Seele von Mädchen und Frauen entschieden entgegentreten.

"...Das Thema weiblicher Genitalverstümmelung wird in der Öffentlichkeit wenig thematisiert. Daher ist es umso wichtiger, dieses Thema in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Insbesondere Polizei und Justiz, pädagogisches Lehrpersonal sowie der Gesundheitssektor müssen vorbereitet sein, wenn sie mit dem Thema weibliche Genitalverstümmelung in Berührung kommen.

Große Unterstützung in der Arbeit gegen Genitalverstümmelung leistet seit 2007 der Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen.

Hier wollen wir anknüpfen und mit unserer politischen Initiative dazu beitragen, Präventionsmaßnahmen zu entwickeln, potenzielle Opfer von weiblicher Genitalverstümmelung zu unterstützen und das Thema in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Eine wesentliche Rolle kommt hierbei dem pädagogischen und medizinischen Fachpersonal, Schülerinnen und Schülern, Polizei und Justiz sowie den Jugend- und Migrationsämtern zu. Sie alle müssen umfassend über das Thema weibliche Genitalverstümmelung informiert und in die Anstrengungen gegen die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung eingebunden werden.

 

Der Landtag bittet die Landesregierung

1. durch intensive Informations- und Öffentlichkeitsarbeit das Bewusstsein in der Bevölkerung sowie in den staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen, vor allem in den Bereichen des Gesundheits-, Sozial- und Integrationswesens, für das enorme Ausmaß von Genitalverstümmelung – auch in NRW – zu schärfen und die Handlungsbereitschaft in konkreten Gefährdungsfällen zu erhöhen und diese bei Bedarf auch zu überprüfen.

2. die Präventions- und Sensibilisierungsarbeit auf Grundlage der Beratungen des Runden Tisches kontinuierlich zu optimieren sowie besser miteinander zu verzahnen.

3. eine spezifische Handlungsempfehlung nach dem Hamburger Vorbild, für Fachkräfte im Sozialen Dienst, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, den Gesundheitssektor sowie Polizei und Justiz zu erstellen. Ziel dieser spezifischen Handlungsempfehlung soll es sein, einen Einblick in die Thematik zu geben, zu sensibilisieren und eine erhöhte Sicherheit im Handeln zum Schutz der bedrohten Mädchen und jungen Frauen zu vermitteln. Zudem soll sie konkrete Hilfe im Einzelfall geben und die rechtlichen Handlungsmöglichkeiten der Jugendhilfe und der Mädchenarbeit aufzeigen. Gelungene Beispiele hierfür sind der „Leitfaden für pädagogische Fachkräfte“ und der „Leitfaden für medizinisches Personal“ wie sie vom stop mutilation e.V. herausgegeben wurden."

Antrag vom 12.04.2016

 

Konzept von FRIEDENSBAND

Nach Rücksprache mit vielen Akteuren haben wir der Landesregierung ein Bildungsportal vorgeschlagen, dass sich wesentlich leichter den Anforderungen anpassen kann.

Seitdem wird das Bildungsportal KUTAIRI durch das jeweilige Fachministerium, aktuell das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, gefördert.

Bildungsportal KUTAIRI