Jawahir Cumar kennt Somalia nicht nur, weil sie dort geboren wurde. Sie versucht mit vielen Projekten den betroffenen Frauen in Somalia zu helfen und Beschneidungen zu verhindern.

So baut ihr Verein stop mutilation e.V. ein Krankenhaus für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Boosaaso, einer Stadt in der Region Puntland. Es ist das einzige in diesem Bundesland – das nächste Krankenhaus mit Operationssaal befindet sich in Mogadischu – 900 km entfernt!

Wichtig ist ihr, Beschneiderinnen davon zu überzeugen, ihre Tätigkeit aufzugeben. Dafür müssen sie darüber aufgeklärt werden, dass die Beschneidung der Gesundheit schadet und die Mädchen an den Folgen sterben können. Aufklärung allein reicht aber nicht. Gleichzeitig müssen für die Beschneiderinnen alternative Einkommensmöglichkeiten geschaffen werden. Deshalb hat sie in Puntland ein Projekt, in dem Beschneiderinnen zu Näherinnen umgeschult werden, eingerichtet.

Mit einer Sozialstation und einem Schulprojekt unterstützt ihr Verein die Kinder der Bürgerkriegsflüchtlinge, da es in Somalia keine staatlichen Schulen mehr gibt. Die Privatschulen können sich nur wenige Eltern leisten. Die Bürgerkriegsflüchtlinge haben meist keine Arbeit und können, wenn überhaupt, nur die Söhne zur Schule schicken. Die Schulbildung von Mädchen wird für nicht so wichtig gehalten, weil sie traditionell früh verheiratet werden.

Im Online-Seminar informiert sie darüber, wie Beschneidungen an Mädchen geplant und ausgeführt werden und wie sie mit Aufklärungskampagnen erfolgreich die Frauen erreicht.

 

Online-Seminar am 22.09.2020 von 15.00 bis 16.30 Uhr

 

Kontakt:

Beratungsstelle stop mutilation e.V.
Himmelsgeister Straße 107a
40225 Düsseldorf

Frau Jawahir Cumar
Tel: 0211/ 93 88 57 91
j.cumar@stop-mutilation.org

www.stop-mutilation.org