Runder Tisch NRW gegen die Beschneidung von Mädchen

Nächstes Treffen des Runden Tisches NRW gegen Beschneidung von Mädchen
21.6.2017 von 14.30 bis 17.00 Uhr im  Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW, Horionplatz 1, Düsseldorf
Thema: „Wie sieht die Unterbringungssituation und die damit verbundene Gewaltsituation für betroffene Frauen aus?“ – Anmeldeformular

 

Der „Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen“ wurde am 6. Februar 2007, dem internationalen Tag gegen weibliche Genitalbeschneidung, von Aktion Weißes Friedensband e.V. gegründet. Es ist der erste Arbeitskreis zu diesem Thema auf Landesebene und Modell für andere Bundesländer.

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© MGEPA 2016 / Silke Fabian

Viele Behörden, Institutionen und Fachkräfte, die mit betroffenen Frauen und ihren Familien in Kontakt kommen, wissen nichts oder zu wenig über das Thema. Hier setzt das Konzept des Runden Tisches NRW an. Es bringt VertreterInnen von Politik, Ministerien, Behörden, Berufsverbänden, Menschenrechtsorganisationen und Beratungsstellen, vor allem aber mit betroffenen Frauen zusammen. Aus ihrem jeweiligen Bereich bringen die TeilnehmerInnen Kompetenzen und Ressourcen ein, die beim Runden Tisch NRW gebündelt werden. Durch die Einladung von kompetenten ExpertInnen werden alle TeilnehmerInnen informiert und sensibilisiert. Ziel ist es, die medizinische, soziale und rechtliche Situation betroffener Frauen zu verbessern und Mädchen vor Beschneidung zu schützen.

Deshalb planen die Teilnehmerinnen gemeinsam Maßnahmen und bringen Projekte auf den Weg. Eine zentrale Frage ist, wie die Betroffenen angesprochen und erreicht werden können. Die Teilnahme von Organisationen und Menschen aus den Communities ist deshalb besonders wichtig.

Elementar für die Prävention sind bestimmte Berufsgruppen, die früh mit den Mädchen und ihren Eltern Kontakt haben. Die Mädchen sind oft noch sehr klein, wenn sie beschnitten werden. Zu diesen Berufsgruppen gehören KinderärztInnen, ErzieherInnen, GrundschullehrerInnen, aber auch GynäkologInnen und Hebammen, weil sie die Frauen bei der Geburt ihrer Töchter betreuen.

Wir möchten uns herzlich beim Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW bedanken, die uns nicht nur mit großartiger Gastlichkeit Räume und Getränke zur Verfügung stellen, sondern den Runden Tisch NRW und weitere Projekte auch finanziell unterstützen.

Presseerklärung vom 06.02.07

Dokumentation 2 Jahre Runder Tisch NRW

Dokumentation Fachttagung im Landtag NRW 2009