AfD: „…Einfallstor für weitere religiös-motivierte Praktiken“

Die Forderung der AfD nach einem Verbot betäubungslosen Schlachtens hat im niedersächsischen Landtag für heftige Debatten gesorgt. Die anderen Parteien warfen der Partei einen Frontalaufgriff auf Religionsfreiheit und Verfassung vor.

Die AfD in Niedersachsen fordert ein Verbot des betäubungslosen Schlachtens in Niedersachsen. Es gehe darum, diese „grausame Art“ des Tötens ein- für allemal zu verbieten, sagte Fraktionschefin Dana Guth am Donnerstag im Landtag von Hannover. Guth warf den anderen Landtagsparteien Nichtstun vor und rief ihnen ein „Schämen Sie sich!“ zu. Nach Ansicht der AfD handelt es sich beim Schächten um eine „archaische Tradition“, dessen Duldung „ein Einfallstor für weitere religiös-motivierte Praktiken“ im hiesigen „Kulturraum“ wie weibliche Genitalverstümmelung oder Kinderehen sei. Daher wolle man es „Angehörigen islamischen Glaubens“ verbieten.

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