Im Vorjahr wurden bei der Staatsanwaltschaft drei Verdachtsfälle angezeigt. Dabei ging es um insgesamt 16 Mädchen aus drei Familien. “Bei einer medizinischen Untersuchung musste festgestellt werden, dass zwölf der 16 Mädchen tatsächlich genitalverstümmelt wurden”, sagt die Salzburger Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer (SPÖ). Bei den drei Anzeigen aus Salzburg handelte es sich österreichweit um die ersten angezeigten Verdachtsfälle dieser Art. Zu einer Anklage ist es in keinem der Fälle gekommen. Unter anderem deshalb, weil “zum Tatzeitpunkt der vermuteten Verstümmelung keine inländische Gerichtsbarkeit galt”, erklärt Marcus Neher, Sprecher der Salzburger Staatsanwaltschaft. Das liegt auch daran, weil es sich bei den Beschuldigten um keine österreichischen Staatsbürger gehandelt hat und die Genitalverstümmelungen vor Jänner 2012 im Ausland stattgefunden haben.

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