Header Bild

Hilfreiche Listen

Die wichtigesten Fragen sind oft die nach der kompetenten Person oder Beratung. Wo finde ich eine kompetente Ärztin oder Hebamme? Welches Krankenhaus ist so gut informiert, dass betroffene Frauen dort ohne Reue entbinden können?

Wir brauchen dringend Ihre Unterstützung! Nennen Sie uns die entsprechenden Fachleute und Krankenhäuser, damit andere Frauen davon profitieren!

 

Ärzteliste

Wie können wir erreichen, dass Frauen und Mädchen kompetente ärztliche Hilfe bekommen. Wir haben dafür eine Ärzteliste begonnen und bitten alle, uns ihre Kontakte mitzuteilen, damit andere davon profitieren. Ärzteliste

Hier ist der Fragebogen, den Sie von Ihren Ärzt*innen und Hebammen ausfüllen lassen können. Es können Gynäkologinnen, Kinderärztinnen, Krankenhausstationen und alle anderen Bereiche sein, die mit den Frauen und Mädchen unmittelbar zu tun haben.

Fragebogen für die Aufnahme in die  Ärzteliste

Sie können den ausgefüllten Fragebogen an uns per Mail an info@kutairi.de oder per Fax 0211-9945138 zusenden.

strich

 

Schweiz: Empfehlungen für medizinische Fachkräfte

GuidelineSchweizerische Empfehlungen
Patientinnen mit genitaler Beschneidung:
Schweizerische Empfehlungen für Ärztinnen und Ärzte, Hebammen und Pflegefachkräfte

Aktuelle Studien und Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Patientinnen mit FGM (female genital mutilation) und insbesondere mit Infibulation in der Schweiz nicht immer eine adäquate Behandlung erhalten. Ein Grund dafür ist zweifellos die mangelnde Erfahrung des Gesundheitspersonals mit diesem Thema. Daher ist es unabdingbar geworden, ein Informationsdokument für das Gesundheitspersonal der Schweiz zusammenzustellen, das gleichzeitig offizielle Behandlungsempfehlungen gibt.
Bereits beim ersten Kontakt mit einer von FGM betroff enen Patientin kann das Gesundheitspersonal diese ungewollt stigmatisieren. Hervorgerufen durch Erschrecken, innere Ablehnung und Verurteilung von FGM können Fehlreaktionen entstehen.

Arbeitsgruppenmitglieder, die an der Redaktion der Empfehlungen beteiligt waren:
Amman Claudia, Caritas Schweiz
Cotting Anita, PLANeS
Hanselmann Verena, Bundesamt für Gesundheit
Held Penny, Schweizerischer Hebammenverband
Hohlfeld Patrick, Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
Hollinger Eveline, UNICEF Schweiz
Jäger Fabienne
Kessler-Bodiang Claudia, Schweizerisches Tropeninstitut
Maury-Pasquier Liliane, PLANeS
Schuerch Barbara, IAMANEH Schweiz
Spycher Christa, PLANeS
Thierfelder Clara, Schweizerisches Tropeninstitut
© gynécologie suisse | Version 1.0 | Stand 02.2005

Dr. med. Zerm: Empfehlungen für medizinische Fachgruppen

AG Frauengesundheit in derEmpfehlungen Entwicklungszusammenarbeit Tropengynäkologie – AG FIDE e.V., Sektion der DGGG (Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) Mitglied im Netzwerk INTEGRA

“Weibliche Genitale Beschneidung – Umgang mit Betroffenen und Prävention – Empfehlungen für Angehörige des Gesundheitswesens und weitere potentielle involvierte Berufsgruppen”

Erstveröffentlichung zum 6. Februar 2007 – „International Day on Zero Tolerance to Female Genital Mutilation”
(Euro 5,00)
Verfasser: Dr. med. Christoph Zerm, AG FIDE e.V., Wilhelm-Huck-Str. 10, 58313 Herdecke
 
Aktuelle Studien, Umfragen und Erfahrungen in Deutschland und der Schweiz der letzten Jahre haben  gezeigt, dass das Verhalten im Umgang mit und die Behandlung bei Patientinnen mit Weiblicher  Genitalverstümmelung (englisch: female genital mutilation, FGM) und insbesondere mit Infibulation in Deutschland und Nachbarländern nicht immer angemessen erfolgt. Ein Grund dafür ist zweifellos die mangelnde Erfahrung des Gesundheitspersonals mit diesem Thema> und dessen immanente Brisanz. Auch Verwaltungs- und Gerichtsentscheidungen im Zusammenhang mit FGM lassen mitunter wenig Vertrautheit mit diesem komplexen Thema erkennen. Ferner werden zunehmend Fälle bekannt, wo Töchter von in Deutschland lebenden Migrantenfamilien heimlich hier oder bei einem Auslandsaufenthalt, meistens im Ursprungsland, dieser traumatischen Prozedur unterworfen werden. Weit verbreitete Unkenntnis bei den mit den Kindern in Kontakt stehenden Berufsgruppen begünstigt indirekt  diese Praxis.
 –
Daher ist es unabdingbar geworden, ein Informationsdokument für das Gesundheitspersonal sowie für alle  potentiell involvierten Berufsgruppen in Deutschland zusammenzustellen, das gleichzeitig offizielle Behandlungsempfehlungen gibt.
 
Inhalt:
1. Hintergrundinformationen
2. Medizinische, psychische und soziale Komplikationen
3. Leidensbewußtsein
4. Tabuisierung/Schweigegebot
5. Fehlendes Wissen
6. Armut
7. Medikalisierung verhindern!
8. FGM in Europa
9. Zur Situation der Frauen
10. Religion und FGM
11. Migrantinnen in Europa
12. Rechtslage
13. Fachkräfte des Gesundheitswesens und anderer Bereiche
MEDIZINISCHER TEIL:
14. Gynäkologische Untersuchung
15. Defibulation
16. Betreuung von Schwangerschaft und Geburt
17. Reinfibulation
18. Postpartale Betreuung
19. Neugeborenenuntersuchung und U2 – U10
20. Betroffenenversorgung

Weitere Empfehlungen
Anhang 1: FGM-Prävalenzraten (Tabellen)
Anhang 2: Prävalenzraten in Afrika (Karte)
Anhang 3: Liste mit Adressen
Anhang 4: Literatur (Auswahl)

Synopsis – Mädchenbeschneidung. Eine burkinische Sichtweise (2010)

Regie: Johanna Richter

Dauer: 52 Min

Sprache: Mooré, Französisch

Untertitel: Deutsch

Kurzbeschreibung:

Anstelle eines Schockvideos über Mädchenbeschneidung eröffnet der Film eine neue und nachdrückliche Sichtweise auf die Begründung für lokale Gemeinschaften in Burkina Faso. Nicht um sie zu befürworten, sondern um zu erfahren, weshalb dieser Brauch noch immer existiert. Was kann dagegen getan werden und: wie?

Der Dokumentarfilm integriert und respektiert unterschiedlichste Mythen, Vorstellungen und Meinungen. Er ist das Ergebnis eines afrikanischen/europäischen Filmteams in Burkina Faso und enthüllt auf charmanter Weise die Irrationalitäten, die die Tradition anführen.

Film kann für 7 Euro bei uns bestellt werden: info@kutairi.de

Wüstenblume (2007)

Autorin: Waris Dirie

Kurzbeschreibung:615wVtzUMiL

Vom Nomadenleben in der somalischen Wüste auf die teuersten Designer-Laufstege der Welt – ein Traum. Und ein Alptraum, denn Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten.
In »Wüstenblume« bricht sie ihr jahrelanges Schweigen und erzählt ihre Geschichte. Heute kämpft sie als UNO-Sonderbotschafterin gegen die Genitalverstümmelung, die täglich 6000 Mädchen weltweit erleiden müssen.
»Ich weiß, dass ›Wüstenblume‹ eine wichtige Botschaft hat, die von allen Menschen geteilt wird: die Achtung vor der menschlichen Würde.« Waris Dirie


Für den Unterricht haben wir einen 20 Bücher vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Sie können diese für 10 Euro (Versand und Wiederbeschaffung) bei uns ausleihen. Schreiben Sie an info(@)kutairi.de