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Belgische Abgeordnete warnt vor Mädchenbeschneidung

Assita Kanko, MdEP: „Keine Ausrede, um sein Kind beschneiden zu lassen“.

Die flämische Europaabgeordnete für die N-VA Assita Kanko warnt, dass Tausende von Mädchen in Europa von Genitalverstümmelung bedroht sind. „Es ist verheerend für die Kindheit“, sagte die Abgeordnete, die selbst im Alter von fünf Jahren in Burkina Faso beschnitten wurde, in der Fernsehsendung WNL am Sonntag.

Etwa eine halbe Million Frauen und Mädchen in Europa leben mit den Folgen der Genitalbeschneidung sagte Kanko. „In Belgien selbst sprechen wir von fast 9.000 Mädchen, die bedroht sind“, sagt der Abgeordnete, der sich für die (potenziellen) Opfer einsetzt. „Es ist eine Schande, dass es so viel Toleranz für dieses Verhalten gibt.“

Kanko hat sich nach ihrer Beschneidung nie mehr wirklich wie ein Kind gefühlt und warnt vor den langfristigen Folgen. „Als Kind hat man Vertrauen in seine Eltern. Sie glauben, dass sie alles für Sie tun würden. Aber nach so einem Ereignis ist man sich nicht mehr sicher. Alle Brücken sind dann abgebrochen. Jeder macht andere Erfahrungen, aber eines ist sicher: Danach kann man seinem Umfeld nicht mehr vertrauen.“

WNL.tv

Mädchenbeschneidung

Ärztetag: Verankerung in Weiterbildungsordnung prüfen

Der 126. Ärztetag in Bremen nahm den Antrag an: Verankerung von grundlegenden Kenntnissen und Fähigkeiten zum Thema „weibliche Genitalverstümmelung“ in der (Muster-)Weiterbildungsordnung prüfen:

Qualifizierte ärztliche Hilfe ist für die Betroffenen von entscheidender Bedeutung, denn sie leiden unter den Folgen der Form- und Funktionsstörung des äußeren Genitals, unter wiederkehrenden Infektionen durch Abflussbehinderungen von Urin und/oder Menstrualblut, unter mechanisch bedingten Gewebezerreißungen im Rahmen des Geschlechtsverkehrs oder bei Geburten sowie unter Narbenschmerzen und psychischen Erkrankungen. Gleichzeitig sollte FGM/C präventiv bekämpft werden. Eine wichtige Möglichkeit zur FGM/C-Prävention ist das Führen von ärztlichen Aufklärungsgesprächen mit den Eltern von Mädchen, welche aus FGM/C-Prävalenzländern stammen. Dabei sollten die negativen gesundheitlichen, sozialen und psychischen Folgen von FGM/C kultursensibel in den Fokus gerückt werden

Mädchenbeschneidung

Ärztetag: Präventive ärztliche Beratung im Rahmen der Kinder- und Jugenduntersuchungen

Der 126. Ärztetag in Bremen nahm folgenden Antrag an:

Eine wichtige Möglichkeit zur FGM/C-Prävention ist das Führen von ärztlichen Aufklärungsgesprächen mit den Eltern von Mädchen, welche aus FGM/C-Prävalenzländern stammen. Dabei sollten die negativen gesundheitlichen, sozialen und psychischen Folgen von FGM/C kultursensibel in den Fokus gerückt werden. In diesem Zusammenhang bietet sich an, ohnehin stattfindende Begegnungen in den Arztpraxen im Rahmen von Kindervorsorgeuntersuchungen zu nutzen, um für dieses Thema zu sensibilisieren. Dafür scheinen vor allem Kinder- und Jugendarztpraxen sowie Hausarztpraxen prädestiniert zu sein, die sich bei der Vorsorge unter anderem am gelben Kinderuntersuchungsheft orientieren.

Es wäre deshalb zielführend, im gelben Kinderuntersuchungsheft auf der Seite „Checkliste U6“ eine Dokumentation eines präventiven ärztlichen Beratungsbedarfs zum Thema FGM/C zu ermöglichen und für eine solche Beratung eine entsprechende Abrechnungsmöglichkeit zu schaffen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte unterstützt dieses Anliegen.

Mädchenbeschneidung

Roman: Elizabeth George: Was im verborgenen ruht 

Es geht um eine tote schwarzen Polizistin, um Rassismus in einer nigerianischen Gemeinde Londons und um weibliche Genitalverstümmelung. „Frauen bluten, dienen, kriegen Kinder und sterben“, lässt George eine Figur in ihrem Roman sagen, „Das hat Gott nun mal so bestimmt“. Dieser Roman ist ein buchlanger Protest gegen diese Aussage.

Goldmann-Verlag, 800 Seiten, 

https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Was-im-Verborgenen-ruht/Elizabeth-George/Goldmann/e586493.rhd

Mädchenbeschneidung

Vorbereitungstreffen zum Runden Tisch

Wir haben uns gedacht, dass das ein spannendes Thema wird: „Mitdenken der Mädchen“. Allein die Vorbereitungsrunde hat schon Spaß gemacht. Ein tolles Thema.

Mädchenbeschneidung

Thema: Mitdenken der Mädchen

Der nächste Runde Tisch NRW hat ein tolles Thema: Das Mitdenken der Mädchen. Eine Teilnehmerin hatte es sich in der Anmeldung zum 58. Runden Tisch gewünscht. Es hat zwei Aspekte, die wir gern im Voraus bewerten und herausarbeiten wollen:
1. Die Istanbul-Konvention verlangt, dass wir die Belange der Mädchen stärker im Blick haben müssen. Hier ist also die Aufforderung an uns, ihre Bedürfnisse und Gefährdungen mehr zu beachten.
2. Aus verschiedenen Prävalenzländern ist uns bekannt, dass auch sehr junge Mädchen bereits ihre Gefährdung so einschätzen können, dass sie ihre Familie verlassen und sich in Schutzhäuser begeben. Zunehmend werden auch in Deutschland Mädchen sehr früh eingebunden in eine Präventionsarbeit.
Wir laden alle, die Interesse haben, das Thema auszuleuchten ein, am 17.05.22 mitzudenken. www.kutairi.de

Themenforum Datenbank für Kompetenz und Beratung

Jahrelang haben wir daran gearbeitet. Nun geht sie online. Eine Datenbank, in der die Beratungsstellen, kompetente Ärzt*innen, Rechtsanwält*innen und Referent*innen zu finden sind. Hier können sich Akteure eintragen: Eingabemaske

Material für Aktion SCHUTZBAUM 

Wir haben aus dem Programm des Jugendministeriums und der Bezirksvertretung3 Material für weitere Aktionen entwickeln können. Das Layout des Flyers wie auch das wunderschöne Logo ist natürlich wieder von Eva Zimmermann. Jetzt ist noch ein Plakat in der Entwicklung. Das wird aus Spenden finanziert.

Sensible Sprache – Gar nicht so einfach

Der 58. Runder Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen am 17.11.2021 hatte es mal wieder in sich. Die 33 Teilnehmer*innen stiegen tief in dieses sensible Thema ein. Denn wir alle sind in Gefahr, mit unserer Sprache zu verletzen.  Wir sprechen so leichtfertig von Schwarzfahrern, Entwicklungsländern und der Neuen Welt und sollten die Hintergründe und die Auswirkungen kennen. Wir werden daraus unsere Schlüsse ziehen und Fortbildungen organisieren.

Bayern: Gegen Abschiebung nach Sierra Leone

In München finden Proteste gegen die Abschiebung von Flüchtlingen nach Sierra Leone statt. Sie richten sich gegen eine Delegation aus dem Land, die mithelfen soll, dass Abschiebungen möglich werden. Dabei gehte es um Mädchenbeschneidung, Frühverheiratung, Vergewaltigung und andere Punkte.

Bayr. Rundfunk