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Engagement

Würzburg unterstützt Hilfetelefon

Das Hilfetelefon möchte den Frauen Mut machen, ihr Schweigen zu brechen und Wege zu finden, ein Leben ohne Gewalt zu führen. Das Hilfetelefon ist 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr kostenfrei und vertraulich erreichbar. Die Stadtreiniger der Stadt Würzburg unterstützen die Aktion „Das Schweigen brechen – Nein zu Gewalt an Frauen“. Zehn Müllautos fahren seit Mitte September bis Ende November 2019 mit Plakaten des Hilfetelefons durch die Stadt und machen auf dieses wichtige Unterstützungsangebot aufmerksam.

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Hannover: Neue Anlaufstelle „Mouharaba“

Hannover bekommt eine offene Anlaufstelle für Opfer von Genitalverstümmelung. Das Projekt „Mouharaba“ (arabisch für „sich gegen etwas auflehnen“) ist bei dem Verein „Baobab – Zusammenleben e.V.“ angesiedelt, einer gemeinnützigen Organisation am Georgswall 3, die sich seit 2015 für Gesundheit und Teilhabe afrikanischer Migranten einsetzt. Ehrenamtliche des Vereins kümmern sich nach Angaben von Geschäftsführer Kass Kassidi schon länger um beschnittene Frauen, helfen ihnen bei der medizinischen Versorgung und bei psychischen Problemen. Künftig werden sie von der hannoverschen Stadtverwaltung mit 8000 Euro jährlich unterstützt. Das hat jetzt der Verwaltungsausschuss einstimmig beschlossen. „Was für die meisten Deutschen ein afrikanisches Problem ist, findet auch hierzulande statt“, sagt Hülya Iri, integrationspolitische Sprecherin der SPD: „Die betroffenen Frauen brauchen Hilfe.“

Etwa 50 Frauen aus der Region habe man seit der Vereinsgründung aktiv begleitet und bei Schwangerschaften, Geburten beratend unterstützt, sagt Kassidi. Allein 150 beschnittene Frauen seien dem Verein bekannt, die Dunkelziffer liege aber weitaus höher. In afrikanischen Ländern wie Somalia, dem Sudan oder Eritrea liege die Zahl der beschnittenen Frauen bei etwa 90 Prozent, sagt Kassidi. Er schätzt, dass mindestens 1000 Betroffene in der Region Hannover leben. Die ehrenamtlichen Berater bei „Mouharaba“ seien allesamt afrikanische Migranten oder Deutsche afrikanischer Herkunft. Das senke bei den betroffenen Frauen in der Beratung die Schwellenängste.

Opfer einer Genitalverstümmelung können sich wochentags zwischen 10 und 14 Uhr unter der Nummer (0511) 71308156 bei dem Projekt „Mouharaba“ melden. Dienstags und donnerstags gibt es vor Ort in den Räumen von „Baobab“ ein offenes Beratungsangebot.

stop mutilation: Zahl der Beratungen erreicht Rekordhöhe

Düsseldorfer Fachberatungsstelle geht von 13.455 betroffenen Mädchen und Frauen in NRW aus. Weitere 3700 seien von Genitalbeschneidung bedroht.

Immer mehr Mädchen und Frauen suchen beim Thema Genitalbeschneidung fachlichen Rat. Die einzige Landesfachstelle in Nordrhein-Westfalen ist der Verein „Stop Mutilation“ in Düsseldorf – der Vereinsname bedeutet „Stop Verstümmelung“. Mit 1325 Einzelberatungen sei im vergangenen Jahr ein neuer Höchststand erreicht worden; vor sechs Jahren waren es lediglich 445.

Quelle NRZ

Kölner Frauenberatungsstelle Agisra verliert Räume am Heumarkt – Demo geplant

Auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft gegen internationale sexuelle und rassistische Ausbeutung (Agisra) läuft die Uhr für den Countdown: Noch 132 Tage und wenige Stunden – und der Verein hat keine Räumlichkeiten mehr für seine Beratungen. Denn die Räume, in denen Agisra bisher arbeitet, wurden im Oktober vergangenen Jahres vom Vermieter gekündigt, ein Ersatz konnte bislang nicht gefunden werden.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger

Beratungsstelle: SAIDA in Leipzig

Das Leipziger Klinikum St. Georg und der Verein Saida International haben am Mittwoch das „Saida Kompetenzzentrum“ gegründet. Ziel der Kooperation ist es, von Genitalverstümmelung betroffene Mädchen und Frauen medizinisch und sozial zu versorgen. www.saida.de und www.sanktgeorg.de

Weiterlesen: Leipziger Volkszeitung

Schweiz: Neues Pilotprojekt zur Verhinderung von Mädchenbeschneidung

Ab März ist ein Pilotprojekt geplant, das zwei bis drei Jahre dauern soll. Das Ziel des Projektes ist, Mädchen und Frauen in der Schweiz vor Mädchenbeschneidung zu schützen und sie medizinisch zu versorgen. In der Schweiz sind laut Zahlen des Bundes rund 15’000 Frauen und Mädchen beschnitten.Weiterlesen: BZ Basel