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Dokumentationsfilm: Little Stones

Mit Rap, Graffiti, Tanz und Mode setzen sich vier Künstlerinnen für Frauenrechte weltweit ein. Die preisgekrönte Dokumentation begleitet sie bei ihrem Kampf gegen Genitalverstümmelung und häusliche Gewalt und für die Würde von Sexarbeiterinnen.

Gewalt gegen Frauen ist ein globales Problem. Diese Künstlerinnen wollen das nicht länger hinnehmen. Sister Fa, eigentlich Fatou Mandiang Diatta, ist eine senegalesische Rapperin und Aktivistin. Sie engagiert sich gegen die weibliche Genitalverstümmelung in Afrika. Mit ihrer Stimme trägt sie dazu bei, dass das Tabu rund um die schmerzhafte und gefährliche Praxis gebrochen wird. Panmela Castro ist eine brasilianische Graffitikünstlerin, die mit ihrer Kunst gegen die alltägliche häusliche Gewalt in brasilianischen Favelas aufbegehrt. Die indische Tänzerin Sohini Chakraborty, nutzt ihre Tanzkunst um Sexarbeiterinnen zu therapieren, die Opfer sexueller Gewalt wurden. Sie hilft den Frauen, sich in ihrem Körper wieder wohl zu fühlen und ihre Traumata zu heilen. Die junge Amerikanerin Anna Taylor hat bereits als Studentin ein Modelabel in Afrika aufgebaut. ‚Judith & James‘ heißt das Label. In Armut lebende Frauen in Kenia erhalten eine Ausbildung als Näherinnen und wirtschaftliche Unabhängigkeit. Mit den von ihnen genähten Kleidern debütierte Anna Taylor bei der New Yorker Fashion Week. Die vier portraitierten Künstlerinnen erzählen Geschichten des Gelingens und des Mutes in einer oftmals trostlos anmutenden Welt.

Video ansehen Deutsche Welle 42:36

Film: “Viva la Vulva” von Gabriele Schweiger

Regisseurin Gabriele Schweiger spricht über weibliche Schamgefühle, Schönheitsideale und ihren neuen Dokumenatfilm “Viva la Vulva”.

“Dass Frauen non-stop verunsichert werden, was ihren Körper betrifft, ist nichts Neues. Aber jetzt geht es bis in den intimsten Bereich. Das neue Schönheitsideal der Vulva sieht so aus: Die kleinen Schamlippen sollen nicht rausgucken und tun sie es doch, werden sie weggeschnitten. Die äußeren sollen schön prall und geschlossen sein und sind sie es nicht, werden sie ein bisschen aufgespritzt – bis sie aussehen wie bei kleinen Mädchen. Das finde ich wahnsinnig bedenklich, denn was sagt das aus, wenn das Geschlecht einer erwachsenen Frau aussehen soll wie bei einem Kind? Klar gibt es auch ein paar erwachsene Frauen, die so aussehen, aber das ist nicht die Mehrzahl. Genauso wie jeder Penis unterschiedlich ist – hell, dunkel, dünn, dick, grad, schief – sind auch die Vulven höchst verschieden. Symbolisch bedeutet dieser Trend: die Frau soll beschnitten werden.”

Das ganze Interview: Wiener Zeitung