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Europa

UK: Abgrenzung FGM zu Schönheitsoperationen

Zunehmend populäre vaginale Schönheitsoperationen und Genitalpiercings sollten in den meisten Fällen nicht als weibliche Genitalverstümmelung (FGM) geahndet werden, hat jetzt  der Crown Prosecution Service verlautbart. Um Klarheit für Polizei und Staatsanwälte in einem der umstrittensten Bereiche der Strafverfolgung zu schaffen, hat die CPS ihre Empfehlungen dahingehend überarbeitet, was eine legitime medizinische oder therapeutische Intervention darstellt und wo eine kriminelle Handlung vorliegt. Die Mode von „Designer-Vagina“ -Verfahren und Genitalpiercings erschwert die Betrachtung des Illegalen und hat eine klarere Anleitung erforderlich gemacht.

Seitdem FGM 1985 verboten wurde, gab es nur eine Verurteilung – Anfang dieses Jahres, als eine ugandische Frau, die in Walthamstow, Ost-London, lebte, zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, weil sie ihre dreijährige Tochter geschnitten hatte. Der Female Genital Mutilation Act von 2003 erhöhte die Höchststrafe für FGM auf 14 Jahre. Verdächtige können in Großbritannien strafrechtlich verfolgt werden, unabhängig davon, wo auf der Welt ein Verfahren stattgefunden hat.

Weiterlesen: The Guardian

 

Großbritannien: Erstmals Verurteilung zu 13 Jahren

In Großbritannien ist eine Mutter wegen Genitalverstümmelung an ihrer Tochter zu insgesamt 13 Jahren Haft verurteilt worden. Die Richterin sprach von einer barbarischen Tat.

Zum ersten Mal ist in Großbritannien eine Frau wegen Genitalverstümmelung zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die 37-jährige Angeklagte aus Uganda wurde wegen der Beschneidung ihrer dreijährigen Tochter zu elf Jahren Haft verurteilt. Da ihr auch der Besitz von extremer Pornografie nachgewiesen wurde, erhielt sie zwei weitere Jahre Haft.
Vertrauen der Tochter missbraucht

Die Frau war bereits vor einem Monat verurteilt worden, jetzt wurde das Strafmaß festgelegt. Richterin Philippa Whipple sprach von einer barbarischen Praxis und einer schweren Straftat. Die Mutter habe das Vertrauen der Tochter missbraucht.

Weiterlesen: Tagesschau

Großbritannien: Kampf gegen Genitalverstümmelung von Mädchen

Es ist ein archaisches, barbarisches Ritual, im aufgeklärten Europa eigentlich undenkbar: die Beschneidung von Mädchen und Frauen. Dennoch leben allein in Großbritannien über 60.000 Frauen mit verstümmelten Geschlechtsorganen.

Der Weltspiegelbeitrag ist von 2014, dennoch sehenswert: Interessant darin ist z.B. die Aussage der Lehrerin, die ihre Klasse zum Reitunterricht einladen wollte und 12 von 15 Mädchen konnten nicht teilnehmen, weil es für sie zu schmerzhaft ist.

Ansehen: 30.03.2014 Weltspiegel