Header Bild
Länderinformation

Kenia: Gesetze gegen Mädchenbeschneidung aufheben

Die Arztin Tatu Kamau setzt sich stark dafür ein, dass die Richter des Obersten Gerichtshofs die Gesetze gegen die Beschneidung von Frauen aufheben sollten. Gegenüber den Richterinnen Lydiah Achode, Margaret Muigai und Kanyi Kimondi forderte sie, dass erwachsene Frauen sich frei für die verbotene Handlung entscheiden können, um ihre Kultur zu behalten und weil es gut ist für die Hygiene.

Weiterlesen: Standard digital, The Star, Citizen-TV

Asylrecht: Drohende Genitalienbeschneidung als Fluchtgrund

In einem von unserer Kanzlei verhandelten Fall konnte eine Abschiebung einer aus Guinea stammenden Mandantin verhindert werden, der eine Genitalienbeschneidung in ihrem Heimatland drohte.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsordnung (WHO) sind weltweit ca. 200 Millionen Frauen und junge Mädchen von weiblicher Genitalbeschneidung (FGC/M – Female Genital Cutting/Mutilation) betroffen. Trotz gesetzlicher Verbote, wird in mehr als 28 Ländern diese Form der geschlechtsspezifischen Menschenrechtsverletzung noch sehr häufig praktiziert. Eine hohe Kinder- und Müttersterblichkeitsrate ist oft die Folge.

In der westafrikanischen Republik Guinea z. B. sind 97 % aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren bereits beschnitten. In einem von unserer Kanzlei vertretenem Verfahren wurde der Asylantrag der Mandantin und ihrer Tochter aus eben genanntem Herkunftsland durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt. Mit der Rückkehr ins Herkunftsland wäre die junge Tochter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, aufgrund der in Guinea herrschenden sozialen Normen, der weiblichen Genitalbeschneidung ausgesetzt. Um der mit Ablehnung einhergehenden Abschiebungsdrohung entgegenzuwirken, haben wir nebst Klage auch einen Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung der Klage gem. § 80 V VwGO beim Verwaltungsgericht gestellt. Erfreulicherweise hat das Verwaltungsgericht Arnsberg unter Aktenzeichen: 11 L 2003/18.A dem Eilantrag stattgegeben und die aufschiebende Wirkung der Klage angeordnet. Nun kann die Mandantin in Ruhe den Ausgang des Hauptsacheverfahrens abwarten.

Wir begrüßen die Entscheidung des Gerichtes.

Quelle: Anwalt.de

Österreich: Naturheiler beschnitt 15-Jährige

Am Donnerstag beschäftigte ein besonders schlimmer Fall das Landesgericht Innsbruck. Ein selbsternannter Naturheiler, der als Energetiker und Heiler im Tiroler Unterland praktizierte, “behandelte” ein 15-jähriges Mädchen, das über starke Schmerzen im Bein-, Becken- und Unterleibsbereich beim Reiten geklagt hatte. Die Jugendliche muss laut einem Bericht der “Tiroler Tageszeitung” mit einer lebenslangen Genitalverstümmelung leben.

Zuerst habe der Mann, der seine Kenntnisse in Asien und auf den Philippinen gesammelt hat, einen Spezialsattel empfohlen. Doch dann sah er das Problem im Unterleib des Mädchens, weshalb er schon vor mehreren Jahren eine teilweise Beschneidung im Genitalbereich durchführte. Gelenkt worden sei das Tun des Heilers von Engelsstimmen, berichtete das Opfer vor Gericht.

Internetportal OE24

Griechenland: Höchstes Gericht startet Voruntersuchung gegen FGC

Das griechische Höchstgericht, der Areopag, hat den Auftrag gegeben, eine Voruntersuchung wegen des Verdachts auf mögliche weibliche Genitalverstümmelung in Griechenland durchzuführen. Vorangegangen ist eine Reportage der Zeitung „Proto Thema“. Demnach sollen angeblich in Athen als auch in einigen Flüchtlingslagern Genitalverstümmelung an Mädchen bzw. jungen Frauen vorgenommen werden. Opfer seien nicht nur Menschen aus Afrika, sondern auch aus Pakistan und Indonesien.

Quelle: Griechenland-Zeitung

Hintergrund:

EIGE-Bericht zu Griechenland

2014 Greek-Reporter