News

Fortbildung

Spot: Warum junge Frauen auch bei uns von Genitalverstümmelung bedroht sind

Genitalverstümmelung

Heute ist der "Tag der genitalen Selbstbestimmung". Warum junge Frauen auch bei uns von Genitalverstümmelung bedroht sind, erklärt ZDF heuteplus:

Gepostet von ZDF heute am Dienstag, 7. Mai 2019

Heute ist der “Tag der genitalen Selbstbestimmung”. Warum junge Frauen auch bei uns von Genitalverstümmelung bedroht sind, erklärt ZDF heuteplus:

Engagement

Partner: Donum Vitae Hilden – Projekt läuft aus

Nach drei Jahren läuft das Projekt »Schwangerschaft und Flucht« der Schwangerschafts-Beratungsstelle Donum Vitae in Hilden aus. Die für den gesamten Kreis zuständigen Helfer ziehen positive Bilanz – und haben viel gelernt.

Weiterlesen: Wochenpost und Lokalkompass und Rheinische Post

Medien

Film: In Search… Regie: Beryl Magoko

  Die Kenianerin Beryl Magoko erlitt als junges Mädchen die rituelle Genitalverstümmelung. Nun erzählt sie von ihrer Hoffnung, eine Operation könne ihr Leben ändern.

Weiterlesen: Filmflyer PDF

 

Studio Hamburg Nachwuchspreis – die Gewinner 2019

Beste Dokumentation (Eberhard-Fechner-Preis, Preisstifter: NDR, Abt. Dokumentation, Dokudrama & Sonderprojekte) für Beryl Magoko (Kunsthochschule für Medien Köln) für ihren Film “In Search“

Begründung der Jury:

Regisseurin Beryl Magoko setzt sich mit dem Thema weiblicher Genitalverstümmelung auseinander und nimmt den Zuschauer mit auf eine sehr persönliche Reise in ihre eigene Geschichte. Die Jury ist beeindruckt vom enttabuisierten Zugang, den sie zu betroffenen Frauen gefunden hat, sowie von der Beleuchtung ihrer ganz eigenen Auseinandersetzung mit ihrem Schicksal. “In Search“ ist ein mutiger Film, der in seiner Intensität betroffen macht, aber gleichzeitig eine konstruktive Idee der Hoffnung vermittelt.

Weiterlesen: Presseportal, FAZ

Recht

Recht: Passgesetz unwirksam?

Auf die Frage, ob das Passgesetz bei der Bekämpfung von „Ferienbeschneidungen“ erfolgreich umgesetzt wird, antwortet das Familienministerium wörtlich: „Der Bundesregierung ist kein Fall bekannt, in dem die tatbestandlichen Voraussetzungen der Passentziehung wegen drohender Ferienbeschneidungen erfüllt waren und gleichwohl keine Passentziehung erfolgt wäre. Insofern geht die Bundesregierung von einer erfolgreichen Umsetzung aus.“

Für die FDP ist das nur wenig glaubwürdig. Sie vermutet eher, dass das Gesetz nicht greift, weil es an der Umsetzung scheitert. Mit Blick auf die Einwanderung der vergangenen Jahre könne nicht davon ausgegangen werden, dass „Ferienbeschneidung“ plötzlich kein Problem mehr sei, heißt es in der Auswertung der Anfrage durch die Fraktion.

Weiterlesen: Welt

Engagement

Beratungsstelle: SAIDA in Leipzig

Das Leipziger Klinikum St. Georg und der Verein Saida International haben am Mittwoch das „Saida Kompetenzzentrum“ gegründet. Ziel der Kooperation ist es, von Genitalverstümmelung betroffene Mädchen und Frauen medizinisch und sozial zu versorgen. www.saida.de und www.sanktgeorg.de

Weiterlesen: Leipziger Volkszeitung

Europa

Großbritannien: Erstmals Verurteilung zu 13 Jahren

In Großbritannien ist eine Mutter wegen Genitalverstümmelung an ihrer Tochter zu insgesamt 13 Jahren Haft verurteilt worden. Die Richterin sprach von einer barbarischen Tat.

Zum ersten Mal ist in Großbritannien eine Frau wegen Genitalverstümmelung zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die 37-jährige Angeklagte aus Uganda wurde wegen der Beschneidung ihrer dreijährigen Tochter zu elf Jahren Haft verurteilt. Da ihr auch der Besitz von extremer Pornografie nachgewiesen wurde, erhielt sie zwei weitere Jahre Haft.
Vertrauen der Tochter missbraucht

Die Frau war bereits vor einem Monat verurteilt worden, jetzt wurde das Strafmaß festgelegt. Richterin Philippa Whipple sprach von einer barbarischen Praxis und einer schweren Straftat. Die Mutter habe das Vertrauen der Tochter missbraucht.

Weiterlesen: Tagesschau

Europa

Schweiz: Somalierin wegen der Genitalbeschneidung vor Einreise verurteilt

Das Bundesgericht hat die Verurteilung einer Somalierin bestätigt, die vor der Einreise in die Schweiz ihre beiden Töchter beschneiden liess. Den Einwand der Frau, wonach sie nicht gewusst habe, dass ihr Tun strafbar ist, lassen die Lausanner Richter nicht gelten.

Das Bundesgericht bestätigt mit dem am Freitag publizierten Urteil den Entscheid des Kantonsgerichts Neuenburg. Dieses hatte die Frau wegen Verstümmelung weiblicher Genitalien zu einer bedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt.

Die Frau war mit ihren vier Kindern im November 2015 im Rahmen eines Familiennachzugs in die Schweiz eingereist. Rund zwei Jahre vorher liess sie ihre damals sechs und sieben Jahre alten Töchter in Mogadischu/Somalia beschneiden.

Wie das Bundesgericht in seinem Leitentscheid ausführt, spielt es keine Rolle, dass die Tat im Ausland begangen wurde, und die Frau damals noch keinen Bezug zur Schweiz hatte. Gemäss Artikel 124 des Strafgesetzbuches ist die Verstümmelung weiblicher Genitalien auch strafbar, wenn die Tat im Ausland begangen wird, sich die Täterschaft in der Schweiz befindet und nicht ausgeliefert wird.

Weiterlesen: Aargauer Zeitung

Europa

Schweiz: Neues Pilotprojekt zur Verhinderung von Mädchenbeschneidung

Ab März ist ein Pilotprojekt geplant, das zwei bis drei Jahre dauern soll. Das Ziel des Projektes ist, Mädchen und Frauen in der Schweiz vor Mädchenbeschneidung zu schützen und sie medizinisch zu versorgen. In der Schweiz sind laut Zahlen des Bundes rund 15’000 Frauen und Mädchen beschnitten.Weiterlesen: BZ Basel

Engagement

Trier: Hilfsnetzwerk bildet sich

In Trier zeichnet sich auf der Basis einer Initiative der städtischen Frauenbeauftragten Angelika Winter nun erstmals die Entstehung eines konkreten Hilfsnetzwerks ab.

Bereits seit 2003 findet am 6. Februar der „Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung“ statt, um auf diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen. An diesem Tag trafen sich in Trier 29 Expertinnen und ein Experte aus Einrichtungen der Frauen-, Jugend- und Flüchtlingsarbeit sowie des Kinderschutzes zu der Tagung „Weibliche Genitalbeschneidung – was geht mich das an?“, um ein Netzwerk mit Hilfsangeboten auf den Weg zu bringen. Zwei Drittel der Teilnehmer wollen sich in die Weiterführung einbringen. Ein erstes Treffen wurde schon vereinbart. Über die persönliche Betroffenheit hinaus habe sich, so Winter in einer ersten Bilanz, bei dem Treffen die Erkenntnis durchgesetzt, dass vor Ort einiges bewegt werden könne.

Weiterlesen: Stadt Trier

Länderinformation

Ägypten verstärkt Bemühungen im Kampf gegen Genitalverstümmelung

Kairo – Mit einer neuen Kampagne will Ägypten seinen Kampf gegen die Genital­verstümmelung von Frauen verstärken. Lanciert werden soll die landesweite Aktion am Internationalen Tag der Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar, wie Ge­sund­heits­mi­nis­terin Hala Abu Zeid laut Bericht der Onlinezeitung Egypt Today mitteilte.

Vertreter des Nationalen Bevölkerungsrats (NPC) hatten zuvor frühere Sensibili­sierungs­kampagnen des Landes gegen die Beschneidung von Frauen als erfolgreich bewertet. Einer Studie der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) aus dem Jahr 2000 zufolge waren damals 97 Prozent der verheirateten Frauen in Ägypten beschnitten. 69 Prozent von ihnen gaben an, der Beschneidung ihrer Töchter zuzustimmen.

In Ägypten ist die Beschneidung weiblicher Genitalien seit 2007 durch ein Dekret des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums offiziell untersagt. Seit 2016 steht sie unter Strafe.

Quelle: aerzteblatt.de