Dagestan: Mädchenbeschneidung ist normale Tradition

Der im Kaukasus einflussreiche Mufti Ismail Berdijew hat die weibliche Beschneidung als „normale Tradition“ in der
russischen Teilrepublik Dagestan bezeichnet. Der Mufti rechtfertigte sie mit der „Beruhigung der weiblichen Lust“. Die
Äußerungen sorgen in Russland für Kritik.
Genitalverstümmelung gibt es tatsächlich auch in der Russischen Föderation. Die Moskauer Menschenrechtsorganisation
„Pravovaja Initiativa“ hat eine Studie in den ländlichen Gebieten der muslimischen Nordkaukasus-Republik, Dagestan,
durchgeführt. Das Ergebnis: Genitalverstümmelung ist an einigen Orten gang und gäbe.

Deutschlandradio Kultur 160818 Genitalverstümmelung in Dagestan