Auch in Hamburg sind Fälle von bei Mädchen festgestellt bzw. durch intensive Beratung der Eltern erst im letzten Moment verhindert worden. Das ergibt sich aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei.

Demnach wurde im Bezirk Wandsbek im vergangenen Jahr bei einem acht Jahre alten Mädchen eine bereits im Sudan vorgenommene Genitalverstümmelung diagnostiziert. Im Bezirk Altona gab es drei Fälle “von drohender Genitalverstümmelung an Säuglingen von unter einem Jahr”, in denen die Sorgeberechtigten “durch intensive Beratung des Jugendamts dazu gebracht werden konnten, die Eingriffe nicht durchzuführen”. Im UKE wurden vier Fälle von Verstümmelung dokumentiert. Allgemein wird zudem von einer hohen Dunkelziffer nicht festgestellter Fälle ausgegangen.

Quelle: Hamburger Abendblatt