Film: „Viva la Vulva“ von Gabriele Schweiger

Regisseurin Gabriele Schweiger spricht über weibliche Schamgefühle, Schönheitsideale und ihren neuen Dokumenatfilm „Viva la Vulva“.

„Dass Frauen non-stop verunsichert werden, was ihren Körper betrifft, ist nichts Neues. Aber jetzt geht es bis in den intimsten Bereich. Das neue Schönheitsideal der Vulva sieht so aus: Die kleinen Schamlippen sollen nicht rausgucken und tun sie es doch, werden sie weggeschnitten. Die äußeren sollen schön prall und geschlossen sein und sind sie es nicht, werden sie ein bisschen aufgespritzt – bis sie aussehen wie bei kleinen Mädchen. Das finde ich wahnsinnig bedenklich, denn was sagt das aus, wenn das Geschlecht einer erwachsenen Frau aussehen soll wie bei einem Kind? Klar gibt es auch ein paar erwachsene Frauen, die so aussehen, aber das ist nicht die Mehrzahl. Genauso wie jeder Penis unterschiedlich ist – hell, dunkel, dünn, dick, grad, schief – sind auch die Vulven höchst verschieden. Symbolisch bedeutet dieser Trend: die Frau soll beschnitten werden.“

Das ganze Interview: Wiener Zeitung