In der Dokumentation “Female Pleasure” der Regisseurin Barbara Miller geht es um weibliche Lust, um Vagina und Klitoris. Und um fünf Frauen, die sich gegen Sexismus und brutale Traditionen wehren. In Locarno feierte der Film jetzt Weltpremiere.

Auch Leyla Husseini wird in dem Film vorgestellt. Die Londonerin engagiert sich gegen Genitalverstümmelung und leitet inzwischen Programme in zehn afrikanischen Ländern.

Leyla Husseini sitzt im Kreis umgeben von afrikanischen Frauen in traditionellen Gewändern (Locarno Festival Press Kit)Leyla Husseini bei der Aufklärung: Sie wurde selbst als siebenjähriges Mädchen genital beschnitten (Locarno Festival Press Kit)

Miller: “Das Problem ist ja – wie das Leila auch nennt – die Gehirnwäsche. Als gute Mutter oder gute Großmutter muss man das machen, weil die Mädchen sonst als unrein oder als unwert gelten. Und die Tradition wird nicht hinterfragt. Weil die ganze Gesellschaft in einem großen Einverständnis darüber ist, dass man das einfach machen muss.”

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