Regie: Renate Bernhard und Sigrid Dethloff

Dauer: 55 Min

Sprachen: DeutschHibos-Song

Kurzbeschreibung:

“Sie kann nicht sitzen, sie kann nicht laufen, sie muss immer zur Toilette, sie hat so viel Schmerzen”, so versucht die 19jährige Nevin das Leiden ihrer Mutter zu beschreiben. Samnia Tawadros, 49, Mutter von vier Kindern, wurde als Kleinkind an ihren Genitalien rituell verstümmelt und zugenäht. Sie hat sie nur einen Wunsch: ihren Töchtern diese Torturen zu ersparen.

Dr. Sabine Müller ist eine Berliner Gynäkologin und betreut seit vielen Jahren beschnittene Frauen. Sie weiß: Samnia kann nur noch eine lebenslange Schmerztherapie helfen. Bei der jungen Sudanesin Gihad Gibreil aber sieht sie Chancen, ihr durch eine Öffnungsoperation wenigstens zu normaler Schwangerschaft und Geburt zu verhelfen. Doch Gihad zögert. Sich operieren zu lassen, bedeutet sich loszulösen von der Tradition und einem großen Tabu, das ihr mit der Beschneidung auferlegt wurde.

Der Film zeigt die seelischen und körperlichen Nöte, mit denen viele beschnittene Frauen leben. Mit Sabine Müller zeigt er eine einfühlsame Gynäkologin, die erzählt, wie viel sie von ihren afrikanischen Patientinnen lernen musste, um respektvoll mit ihnen umgehen zu können.

Themen: Ethik, Werte und Normen, weibliche Genitalbeschneidung, Religionen, Weltanschauungen, Gesellschaftspolitische Gegenwartsfragen, Menschenrechte

Schulfächer: Gemeinschaftskunde, Ethik, Religion, Geografie

Zielgruppe: Sek II sowie Berufsbildende Schulen

Bestellung und Kontakt zu den Autorinnen für Einladungen