Jubiläumsveranstaltung 50. Runder Tisch NRW

Der Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen hat sich zu seinem 50. Treffen etwas besonderes ausgedacht: Am 4. Dezember 2019 trafen sich die Mitglieder von 14.00 bis 17.00 Uhr im Schloss Garath im Süden von Düsseldorf.

Für alle Gäste konnten wir eine Grußkarte auslegen, die wir im Organisationsteam entwickelt und die von Eva Zimmermann layoutet wurde.

Schon der Festsaal sorgte naturgegeben für eine ganz besondere Stimmung. Das 50. Treffen sollte ein Dankeschön an alle Teilnehmer*innen des Runden Tisches NRW sein, die in den Jahren so intensiv mitgearbeitet und in ihren Bereichen und Regionen mithelfen, zu informieren, zu schützen und zu beraten.

Wir wollten aber auch unsere Kräfte bündeln und nach vorn schauen, damit wir noch intensiver und vernetzter schützen und helfen können.

Dafür haben wir Julitta Münch gewinnen können, einigen vielleicht bekannt als erste Moderatorin des „ARD-Morgenmagazin“ und viele Jahre lang Gesicht der Sendung „Hallo-Ü-Wagen“. Sie zeigte auch hier wieder ihre besondere Fähigkeit, in hartnäckigen, aber immer menschlichen Gesprächen, den Kern unseres Themas herauszuarbeiteten. Wir gestalteten den 50. Runden Tisch wie einen Ü-Wagen.

Entsprechend wurden keine Reden gehalten, sondern Julitta Münch ging nach einer Befragung des Publikums gleich in das erste Gespräch mit Ministerin Ina Scharrenbach. Sie konnte darstellen, wie viele Projekte im Bereich Mädchenbeschneidung von ihrem Ministerium gefördert wird.

Das Treffen an einem so besonderen Ort war ein gutes Beispiel dafür. Noch in diesem Jahr soll der Neudruck von Broschüre und Plakaten abgeschlossen sein und ein Erklärvideo ist in Vorbereitung.

Ein intensives und sehr langes Gespräch mit Dr. med. Christoph Zerm deckte den gesamten medizinischen Bereich ab.

 

Wie aber ist die Rolle der Männer. Dazu wurde Ibrahim Guèye befragt und konnte sehr spannend über seine Arbeit mit den afrikanischen Männern berichten.

Immer wieder geht es bei unseren Treffen um die Frage, wie wir den betroffenen Frauen helfen können. Da ist für uns der Punkt REKONSTRUKTION besonders wichtig, weil er tatsächlich den Frauen eine berechtigte Hoffnung gibt. PD Dr. med Dan mon O’Dey hat in den letzten 20 Jahren nach intensiver Forschung eine Methode entwickelt, die weltweit anerkannt wird und auch in Deutschland hoffentlich verbreitet wird. In seinem Beitrag machte er deutlich, wie wichtig ihm die Wiederherstellung weiblicher Genitale ist.

 

Die Fotos machte Barbara Schmitz