Zu Beginn des Jahres 2017 lebten in Leverkusen insgesamt ca. 1.400 geflüchtete Menschen, davon fast 40% Frauen.

Frauen auf der Flucht werden häufig Opfer von Partnergewalt, Vergewaltigung, Genitalverstümmelung oder geschlechtsspezifischer Verfolgung. Sexualisierte Gewalt wird zudem in kriegerischen Auseinandersetzungen als systematische Waffe eingesetzt. Auf ihrem Weg nach Deutschland sind die Frauen oft größeren Gefahren ausgesetzt als Männer, und sie haben nicht nur in ihrem Heimatland, sondern auch auf der Flucht zum Teil massive Gewalt erfahren. Aber auch vor Ort in den Unterkünften oder in den eigenen vier Wänden können sie Opfer von häuslicher Gewalt oder von sexuellen Übergriffen werden.

Mit der besonderen Situation dieser Frauen hat sich seit Herbst 2015 der Runde Tisch gegen Gewalt an Frauen Leverkusen, eine Arbeitsgruppe verschiedener kommunaler Beratungseinrichtungen, sozialer Verbände und Vereine, beschäftigt. Daraus resultierend wurde 2016 beim damaligen Landes-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, beantragt, Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, um intensiv an der Verbesserung der Situation der geflüchteten traumatisierten Frauen zu arbeiten, die hier Asyl suchen.

Unterstützt durch die finanzielle Förderung des Landes NRW sind in Leverkusen verschiedene Angebote für geflüchtete Frauen und Mädchen und deren Unterstützerinnen entstanden. Dazu kooperieren verschiedene Institutionen wie die Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt e.V., die Frauenberatungsstelle Leverkusen e.V., die Beratungsstelle der AWO, der Mädchentreff MABUKA und das Frauenbüro der Stadt Leverkusen (Runder Tisch gegen Gewalt gegen Frauen), um sich zu vernetzen und zielgerichtete Beratungsstrukturen aufzubauen.

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