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Die Menstruation

Große Probleme treten auf mit der Menstrualabsonderung: Die Periode dauert zuweilen fast zwei Wochen infolge von Menstrualstauungen, was dann heftige Periodenschmerzen (Dysmenorrhoe) verursacht. Staus sind außerdem ideale Nährböden für aufsteigende Infektionen der inneren Geschlechtsorgane („Unterleibsentzündung“), die in einen chronischen Zustand übergehen und zu dauernder Unfruchtbarkeit (Infertilität/Sterilität) führen können. Dies ist vor allem in Afrika mit das Schlimmste, was einer jungen Frau passieren kann.

Die dauernde Zurückhaltung von Sekreten und Urin kann mitunter zu Steinbildung und Auskristallisierungen in der Scheide führen. Die ausgedehnten Wunden, nicht selten unter Vereiterung verheilt, können Narbenwülste (sogen. Keloide) bilden, auch Narbenverziehungen, Dermoidzysten, Neurinome (Nervengeschwülste), die bei jeder Berührung Schmerzen verursachen, und es kann zu Harnverhalt durch völlige Verengung der Harnröhre kommen.

Dr. med. Christoph Zerm in “Weibliche Genitalbeschneidung – Umgang mit Betroffenen und Präventionsempfehlungen für Angehörige des Gesundheitswesens und weitere potentiell involvierte Berufsgruppen”