Niederlande

Zuständig für die Vorsorgeuntersuchungen ist das Niederländische Zentrum für Kindergesundheit.

Unter dem Kapitel

Kindesmisshandlung ist in den Niederlanden immer noch weit verbreitet. Jedes Jahr sind fast 119.000 junge Menschen davon betroffen (Alink et al., 2011). Dies umfasst physischen und emotionalen Missbrauch, physische und emotionale Vernachlässigung, sexuellen Missbrauch und Kombinationen dieser Formen. Es gibt eine Vielzahl von Anzeichen, die auf Kindesmissbrauch hinweisen können. Es gibt auch verschiedene Risikofaktoren, von denen wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass sie die Wahrscheinlichkeit von Kindesmissbrauch erhöhen. Als JGZ-Profi ist es wichtig, dass Sie diese Signale und Risikofaktoren kennen und wissen, wie Sie handeln müssen, wenn sie bei jungen Menschen und ihren Eltern auftreten.

Sie müssen auch Kenntnisse über Faktoren haben, die eine schützende Wirkung haben können. Dies bedeutet, dass Sie als JGZ-Experte offen für Signale, Risiko- und Schutzfaktoren sein und diese aktiv untersuchen und hinterfragen müssen. In dieser Richtlinie bildet der Code zur Meldung von häuslicher Gewalt und Kindesmissbrauch den Rahmen für den Umgang mit (vermutetem) Kindesmissbrauch.

Darüber hinaus werden in dieser Leitlinie die Identifizierung und Behandlung spezifischer Themen im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch erörtert, nämlich Kindesmissbrauch im Zusammenhang mit der Geburt (vorgeburtliches und missbräuchliches Kopftrauma), psychologische und psychiatrische Probleme mit den Eltern, Vernachlässigung, Kindesmissbrauch durch Dritte und weibliche Genitalverstümmelung (FGM).