Die weibliche Genitalbeschneidung dient in vielen Gesellschaften als Initiationsritual zur Einführung in die Gemeinschaft und das Erwachsenwerden.

Dafür wird oft ein Fest gefeiert. Die Frauen tanzen und freuen sich, dass die Mädchen in ihre Gemeinschaft aufgenommen werden.

Umgekehrt ist ein Mädchen ehr- und schutzlos, wenn es nicht beschnitten ist – sie gilt als Hure. Entsprechend wird sie behandelt. Diese Aussicht für die Zukunft der Tochter ist auch für Eltern nicht hinnehmbar, die gegen die Beschneidung sind. Die einzige Alternative für diese Familie ist dann, ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Grundlage zu verlieren und das Dorf zu verlassen.