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Entwicklung eines Begriffs

1974 erstmals im Rahmen einer von Frauenorganisationen getragenen Kampagne gebraucht, setzte sich der Begriff Genitalverstümmelung / (FGM) in den darauffolgenden Jahren durch, weil die Organisationen damit darauf verweisen wollten, dass es sich um eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung handelt, die in ihrer Tragweite nicht mit dem Eingriff einer männlichen Beschneidung gleichgesetzt werden kann.

1990 wurde der Begriff vom “Inter-African Committee on Traditional Practices Affecting the Health of Women and Children (IAC)” als Begriff für alle afrikanischen und internationalen Partnerkomitees übernommen. In seiner „Bamako-Deklaration on the Terminology FGM“ kritisierte der IAC im April 2005 die wachsende Tendenz verschiedener UN-Organisationen und westlicher Organisation, mit dem Begriff Female Genital Cutting (FGC) die Menschenrechtsverletzung zu verharmlosen.

Dennoch verstärkte sich in den USA die Verwendung des Begriffs FGC und als Kompromiss Begriff Female Genital Mutilation / Cutting – abgekürzt FGM/C.

Der Druck auf alle, die sich öffentlich zum Thema äußern ist groß, wenn sie nicht den Begriff Genitalverstümmelung benutzen. Dennoch ist zu erkennen, dass sich der Begriff weibliche Genitalbeschneidung oder Female Genital Cutting (FGC) in den letzten Jahren immer stärker durchsetzt, jüngst auch im medizinischen Raum.

Von Seiten der Frauen, die FGC erleben mussten, hört man selten das Wort Genitalverstümmelung. Viele werten es als rassistisch und erniedrigend.