In Somalia wurde die Ifrah-Stiftung mit dem alleinigen Ziel gegründet, die weibliche Genitalbeschneidung auszurotten. Sie setzt sich dafür ein, dass Frauenrechtsfragen in der somalischen Regierung mehr Beachtung bekommen. Um ihre Ziele zu erreichen, hat sie ein Programm „Modell des systemischen Wandels“ implementiert, in dem sie mit wichtigen Interessengruppen und Einflussnehmern zusammenarbeitet, die eine starke Rolle bei der Herbeiführung von Veränderungen spielen könnten.

Die Ifrah-Stiftung basiert auf drei Säulen: Bewusstsein, Fürsprache und Stärkung der Gemeinschaft. Die Ifrah-Stiftung arbeitet derzeit mit anderen NGOs und der somalischen Regierung zusammen, um die wachsende Unterstützung der Regierung für die Unterzeichnung eines offiziellen Verbots der Beschneidung weiblicher Genitalien in die Gesetzgebung voranzutreiben. Die Organisation spielte schon eine wichtige Rolle bei der Entscheidung des Generalstaatsanwalts, die Strafverfolgung für den Tod des 10-jährigen Mädchens im Jahr 2018 fortzusetzen.

In Somalia werden Fortschritte bei der Beseitigung der Genitalbeschneidung bei Frauen erzielt. Die Bewegungen gegen die Praxis finden jedes Jahr mehr Unterstützung. Trotz der entmutigenden Zahlen gibt es immer noch Hoffnung für Somalia. Die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, von Nichtregierungsorganisationen und Religionswissenschaftlern hat Fortschritte bei der Ausrottung erzielt und dürfte weiter an Dynamik gewinnen.

Borgen Magazin