FRIEDENSBAND begann den öffentlich sichtbaren Teil seiner Arbeit mit einer Fachtagung zum Thema Mädchenbeschneidung in Bonn am 29. 4. 2004. Aus ganz Deutschland kamen vor allem die afrikanischen Frauen zusammen um über eine gemeinsame Plattform zu beraten. Es entstand das Bündnis “Nein zu Beschneidung von Mädchen!”.

In der Nachbereitung dieser Fachtagung entstand bei FRIEDENSBAND ein Konzept für Runde Tische gegen Mädchenbeschneidung.  Grundüberlegung war, dass die verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Ebenen wenig Berührung miteinander hatten und der Wissenstand zum Bereich Mädchenbeschneidung sehr unterschiedlich war.

Diese Arbeit wurde am 6.2.2006 fortgesetzt durch die Fachtagung im Spiegelsaal in Bonn, zu der bundesweit ExpertInnen und VertreterInnen der Organisationen zusammenkamen. Die rechtlichen, medizinischen und sozialen Aspekte wurden beraten und Merkmale einer gemeinsamen Strategie entworfen.

In Köln und Kerpen entstanden 2006 die ersten kommunalen Runden Tische. Vorrangig war dabei, dass alle gesellschaftlichen und politischen Kräfte eingebunden und gleichberechtigt am gemeinsamen Prozess teilnehmen können.  Dadurch wird eine Klima der gegenseitigen Sensibilisierung geschaffen. Alle Beteiligten übernehmen Verantwortung und geben ihr Wissen an ihre Umgebung weiter.

Am 6.2.2007 startete der Runde Tisch NRW, unterstützt vom Integrationsministerium NRW. Es gelang, involvierte Ministerien, die beiden Ärztekammern, die Berufsverbände der PsychotherapeutInnen, LehrerInnen, Hebammen und viele andere an einen Tisch zu bekommen und eine intensive und gemeinsame Arbeit zu starten. Die Arbeit wird mit dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter fortgesetzt.

Am 6.2.2009 konnten wir im Landtag eine Veranstaltung durchführen mit einer Ausstellung von TERRE DES FEMMES. In drei Arbeitsgruppen erarbeiteten sich Fachleute aus den Bereichen Soziales, Recht und Medizin Hinweise für Politik und Gesellschaft.

Am 6.2.2011 konnte die Telefonberatung KUTAIRI starten – in sechs Sprachen (Kisuaheli, Somali, Arabisch, Englisch, Französisch und Deutsch). In den folgenden zwei Jahren konnte zahlreichen Frauen und Mädchen geholfen werden.

2012 konnte die Broschüre “Nicht mit mir!” entstehen, die noch heute im Mittelpunkt unserer Arbeit steht.